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Kommende Buchkritiken
Nevare 2 - Im Bann der Magie
Forest Mage
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Autor
Robin Hobb
Genre Fantasy
Verlag Klett-Cotta ISBN 978-3-608-93813-5 Übersetzung Joachim Pente Erscheinungsdatum (D) 2008 Erschienen 2006 Seiten 832 |
Inhalt
In den prächtigsten Farben hatte sich Nevare seine Heimkehr auf das Gut seines Vaters vorgestellt, doch sein Empfang dort wird zu einer eisigen Angelegenheit. Als Folge der Fleck-Seuche ist aus ihm ein feister Mann geworden, der seine eigenen Schuhspitzen nur noch mit Mühe über seinen fetten Wanst hinweg sehen kann. Seine Familie ist entsetzt und so versucht Nevare gar nicht erst seinem Vater zu erklären, dass dies Folge der Seuche und keine Fresssucht ist. Nach einander platzen seine Träume von einer Ehe mit seiner Verlobten Carsina und einer Kariere als Offizier. Die Magie der Baumfrau hat ihn weiter fest im Griff. Nevare muss sich eingestehen, dass ihn seine Hoffnung den Fleck entkommen zu sein, getrogen hat. Er scheint seiner Bestimmung nicht entgehen zu können, schlimmer noch die Fleck-Magie entfremdet ihn immer weiter von seinem Volk und hält ihn in ihrem Bann. Von seinem Vater verstoßen, macht er sich letztlich auf nach Gettys. Hier hofft er trotz seiner veränderten Gestalt in ein Regiment aufgenommen zu werden. Doch Gettys liegt direkt am Waldreich der Fleck. Schon bald ist Nevare tiefer gefangen im Widerstreit zwischen den Wünschen der Baumfrau und den Pflichten, die er als Soldat seinem Volk gegenüber zu haben glaubt….
Buchkritik von Melanie Frommholz
Mit „Im Bann der Magie“ spinnt Robin Hobb das Epos um Nevare, den Soldatensohn weiter. Der Kampf Natur gegen Besiedlung spitzt sich zu und die wachsenden Schicksalsschläge, die Nevare einstecken muss lassen seinen Charakter reifen und interessanter werden. Er gewinnt an Kontur und man folgt ihm bereitwilliger als noch im ersten Teil der Trilogie. Es gelingt Robin Hobb jedoch immer noch nicht durchweg den Lesesog zu erzeugen, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Man verfolgt die Ereignisse aber über weite Strecken gespannter als noch in Band 1. Hobb gibt dem Leser klarer zu erkennen, wohin die Reise für Nevare gehen soll, hält jedoch an ihrer ausschweifenden Erzählweise fest. Nach wie vor quält sich ihr Antiheld - mit für den Leser nervigem - Selbstmitleid und man schleppt sich mit ihm zuweilen durch so manche langatmige Passage. Die Figur Nevare begeistert nach wie vor zu wenig, um diese „Hänger“ zu stützten. Das man diesen Mittelteil der Trilogie dennoch nach über 800 Seiten mit einem recht positiven Eindruck aus der Hand legt, liegt am starken letzten Drittel des Buches. Hier vereint Robin Hobb endlich ihre sprachliche Gewandtheit mit einer spannenden und packenden Entwicklung der Ereignisse, die einen auf einen versöhnlichen letzten Teil hoffen lässt.
Wissenswertes
Robin Hobbs Nevare-Trilogie umfasst folgende Bücher:
Band 1:
Nevare 1 - Die Schamanenbrücke
Band 2:
Nevare 2 - Im Bann der Magie
Band 3:
Nevare 3 - Die Stunde des Abtrünnigen
