Nevare 1 - Die Schamanenbrücke

Shaman‘s Crossing, Book One of the Soldier Son Trilogy

Nevare 1 - Die Schamanenbrücke

Autor Robin Hobb Genre Fantasy
Verlag Klett-Cotta
ISBN 978-3-608-93812-8
Übersetzung Joachim Pente Erscheinungsdatum (D) 2008   
Erschienen 2005  Seiten 671

Inhalt

Als zweitgeborener Sohn eines neuen Edelmannes ist die Zukunft von Nevare Burvelle beim Militär vorgezeichnet. Der junge Mann blickt einer glänzenden Zukunft entgegen, als er im Alter von 18 seine Ausbildung an der Akademie des Königs beginnt. Bereits von Kindesbeinen an hat sein Vater ihn auf diese Aufgabe vorbereitet und ihn sogar bei dem Kidona-Krieger Dewara, einem Feind, in eine harte Schule geschickt. Wie hart, das merkt Nevare erst, als ihn seltsame Albträume von einer mysteriösen Baumfrau, einer Zauberin vom Volk der Fleck, nicht loslassen und er sich immer häufiger die Frage stellt, wie real die Baumfrau tatsächlich in sein Leben eingreifen kann. In der Wirklichkeit machten Nevare die zunehmenden Zwistigkeiten zwischen neuem und altem Adel zu schaffen. Es macht ganz den Anschein, als wolle man den Söhnen der neuen Edelmänner an der Kavallaakademie gezielt das Leben zur Hölle machen.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 3 von 5 Bs Sprachlich gewandt und mit Liebe zum Detail beginnt Robin Hobb mit „Die Schamanenbrücke“ ihre neue Trilogie, in deren Zentrum der junge Nevare steht. Sie breitet vor dem Leser eine Welt aus, die sehr an das Amerika des 18. oder auch 19. Jahrhunderts erinnert. Man erkennt deutliche Anlehnungen an den Indianerkonflikt, die Erschließung des „Westens“ und auch der Zwist zwischen neuem und altem Adel hat sicherlich seine gedanklichen Wurzeln in der Geschichte Amerikas. Robin Hobb lässt sich mit der Entwicklung ihres Hauptcharakters Nevare viel Zeit. Man merkt, dass sie ihm ein breites Fundament geben will, welches die weiteren Bände tragen soll. Dennoch gestaltet sich die Handlung zu Beginn eher schleppend und zuweilen auch träge. Der Ich-Erzähler Nevare bleibt über weite Strecken des Buches blass und in seiner naiven Passivität etwas nervig. Das man die Geschichte trotzdem mit wachsender Faszination weiter verfolgt, liegt zum einen an den vielfältigen Personen die Teil von Nevares Leben sind und die man dank Hobbs Erzählweise immer besser vor Augen sieht. Zum anderen liefert die Autorin Ausblicke auf die kommenden Konflikte, die Nevares Leben bestimmen werden und die sind facettenreich und viel versprechend.

Ausreichend Potential für eine spannende Fortsetzung, eine Hauptfigur, für die man sich immer weiter erwärmt und ein sprachlich gewandter Erzählstil – Robin Hobbs neue Trilogie mag in ihrem ersten Band zwar nicht der große Wurf gelungen sein, lesenswert ist er allemal und lässt auf mehr hoffen.

Wissenswertes

Robin Hobbs Nevare-Trilogie umfasst folgende Bücher:

Band 1:
Nevare 1 - Die Schamanenbrücke
Band 2:
Nevare 2 - Im Bann der Magie
Band 3:
Nevare 3 - Die Stunde des Abtrünnigen

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