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Kommende Buchkritiken
Splitter
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Autor
Sebastian Fitzek
Genre Thriller
Verlag Droemer ISBN 978-3-426-19847-6 Erscheinungsdatum (D) Juni 2009 Seiten 364 |
Inhalt
Marc Luca hat durch einen selbst verschuldeten Unfall seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Ein unendliches Trauma. Gleichzeitig steckt ein Splitter in seinem Nacken, gefährlich nahe an der Wirbelsäule. „Inoperabel“ lautet die Diagnose und Luca wird deswegen mit starken Tabletten, die das Weiterwandern des Splitters verhindern sollen, behandelt. Verzweifelt versucht er, sein Leben weiter zu führen und sich auf seine Arbeit als Streetworker zu konzentrieren. Doch in einer düsteren Stunde meldet er sich auf eine Mailadresse: „Lerne zu vergessen“.
An seine Anfrage denkt er schon gar nicht mehr, als kurze Zeit später ein Auto neben ihm auftaucht mit einem etwas seltsamen älteren Herrn, der sich als Professor Bleibtreu vorstellt, ihn in sein Auto bittet und ihm erzählt, dass er ihm mit seiner Therapie helfen könnte, die schrecklichen Erinnerungen für alle Zeiten aus seinem Gedächtnis zu löschen. Marc Luca ist sehr skeptisch, geht aber trotzdem mit in das Institut des Professors und lässt sich den Ablauf der Therapie genauer erklären. Da diese funktioniert wie ein kompletter reset bei einem Computer, ist ihm die ganze Sache jedoch zu unheimlich. Er erklärt sich noch damit einverstanden, ein paar Untersuchungen über sich ergehen zu lassen, um dann die Klinik mit der Bemerkung „er würde es sich noch mal überlegen“ schnellstmöglich wieder zu verlassen.
Froh über diese Entscheidung kehrt er nach Hause in seine neue Wohnung zurück. Dass sein Briefkastenschlüssel nicht mehr passen will, stört ihn noch nicht, aber als er die Haustür aufmachen will, der Schlüssel auch dort nicht passt, als der Mädchenname seiner verstorbenen Frau an der Tür steht und als nach vehementem Klingeln diese ihm auch noch hochschwanger öffnet, ist es um seine Haltung geschehen. Er bricht fast zusammen, als er merkt, dass seine Frau ihn noch nicht einmal kennt. Von dort an beginnt für ihn eine unglaubliche, erschreckende und vollkommen unverständliche Reise, die in einem Desaster enden wird …
Buchkritik von Angelika Koch
In diesem Buch ist es Sebastian Fitzek mal wieder gelungen, eine irreale, vielschichtige und äußerst komplexe Geschichte in einen unglaublich fesselnden Thriller zu verwandeln. Wieder reißt er den Leser von der ersten bis zu letzten Seite komplett mit. Man hat keine Ahnung, wohin diese ganze Geschichte führen wird, man weiß nie, welche der Erlebnisse des Protagonisten real und welche Fiktion sind. Marc Luca wird in diesem Buch zu einem Spielball fanatischer Menschen, die ihn benutzen und ihm keinen Moment Ruhe lassen. Seine Verzweiflung und Desorientierung sind beim Lesen absolut greifbar. Niemand würde sich wünschen, in solch eine absurde Lage zu geraten. Keine Sekunde hat Marc Luca und somit der Leser Verschnaufpause, keine Sekunde wird das Buch langatmig oder gar langweilig. Jede Seite zerrt an den Nerven und lässt den Leser mit erschauern. Und wie bei „Seelenbrecher“ auch, bietet Fitzek dem Leser ein kleines „Schmankerl“ am Ende des Buches. Einzig der Schluss der Geschichte um Marc Luca mutet doch etwas seltsam an, es scheint, als ob der Autor hier Neuland betreten möchte und sich noch etwas unsicher vortastet.
Fitzek hat es absolut verdient, in die Liga der besten Autoren aufgenommen zu werden. Es steht zu hoffen, dass er weiterhin in diesem Tempo Bücher schreibt, um dem Leser immer wieder erstklassige Unterhaltung zu bieten.
Wissenswertes
Ebenfalls von Sebastian Fitzek sind folgende Bücher erschienen:
Die Therapie
Amokspiel
Das Kind
Der Seelenbrecher
Der Augensammler
Der Augenjäger
