Mias Flucht - Der Weg in die Freiheit

Asyl

Mias Flucht - Der Weg in die Freiheit

Autor Liza Marklund Genre Roman
Verlag Kindler
ISBN 978-3-463-40520-9
Übersetzung Susanne Dahmann Erscheinungsdatum (D) März 2009   
Erschienen 2004  Seiten 480

Inhalt

Seit Jahren schon müssen Mia, ihr Mann Anders und die beiden Kinder Emma und Robin im Untergrund leben. Sie befinden sich auf der Flucht vor Mias ehemaligem Verlobten, der droht, Mia und Emma, seine leibliche Tochter, zu töten. Nachdem sie einige Zeit im Ausland zugebracht haben, hoffen sie nun, in ihrer Heimat Schweden wieder ein einigermaßen normales Leben führen zu können. Doch schon nach kurzer Zeit werden sie erneut von ihrem Verfolger aufgespürt, dem es gelingt, Emma schwer zu verletzen. Emma zieht sich erneut völlig in sich selbst zurück, verweigert jegliche Nahrungsaufnahme und auch Kinderpsychologen können dem kleinen Mädchen nicht helfen, solange es in völliger Isolation leben muss. Da wird Mia auf eine Stiftung aufmerksam, die Familien in der gleichen Situation behilflich ist, im Ausland ein neues Leben zu beginnen. Mia setzt alles auf eine Karte, denn sie spürt, dass sie und ihre Familie nicht mehr lange so weiterleben können.

Doch bald schon wird Mia klar, dass die Leiterin der Stiftung nur darauf aus ist, die betroffenen Familien und die zuständigen Behörden um ihr Geld zu bringen. Mithilfe einer Journalistin deckt Mia die Machenschaften der Stiftung auf, und die beiden Frauen beschließen, ein Buch über Mias Schicksal zu schreiben. Der kleinen Familie ist jetzt endgültig bewusst, dass sie nur im Ausland sicher vor ihrem Verfolger sein können, und Mia und Anders entscheiden sich zur Flucht nach Südamerika.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs „Mias Flucht – Der Weg in die Freiheit“ erzählt die bewegende und aufrüttelnde Geschichte von Maria Eriksson. In „Mia – Ein Leben im Versteck“ erfuhr der Leser, wie die Schwedin sich in einen Mann aus dem Libanon verliebte, der sie bald schon misshandelte und vergewaltigte. Irgendwann blieben ihr nur noch die Flucht und ein Leben im Versteck. Hier nun erzählt Liza Marklund Maria Erikssons Geschichte weiter – sie berichtet von der Angst, die die Familie auf Schritt und Tritt begleitet, von der sozialen Isolation, unter der vor allem die beiden Kinder furchtbar leiden. Machtlosigkeit und Angst ums nackte Überleben sprechen aus jeder Zeile, was manchmal so beklemmend und niederdrückend wirkt, dass man beim Lesen meint, keine Luft mehr zu bekommen. Hier wird die absolute Hilflosigkeit deutlich, die diese Familie auf Schritt und Tritt begleitet. Das schwedische Rechtssystem hat den Attacken von Mias Verfolger kaum etwas entgegenzusetzen und kann der Familie keinen Schutz bieten. Immer wieder machen Liza Marklund und Maria Eriksson deutlich, dass es viel zu vielen Frauen in Schweden ähnlich oder noch schlimmer ergeht – Mias Geschichte ist kein Einzelfall!

Die schwedische Bestsellerautorin zieht den Leser mit dieser wahren Geschichte von Anfang an in ihren Bann, so dass es irgendwann fast unmöglich erscheint, dieses Buch aus der Hand zu legen, ehe man nicht weiß, wie Mias Geschichte endet. Man kann einfach nicht anders, als entsetzt, traurig, wütend und verbittert darüber zu sein, was diese Familie über Jahre hinweg mitmachen musste. Gleichzeitig sind die Bewunderung und der Respekt für diese unglaublich starke Frau, die jedes Hindernis aus dem Weg räumt, um sich und ihrer Familie ein glückliches und normales Leben zu ermöglichen, unendlich groß. „Mias Flucht – Der Weg in die Freiheit“ ist ein Buch von enormer Intensität, dessen eindringlicher Stärke man sich einfach nicht entziehen kann. Zutiefst berührend und großartig erzählt!

Wissenswertes

Die schwedische Bestsellerautorin erzählt die wahre Geschichte von Maria Eriksson in den Romanen

Mia – Ein Leben im Versteck
Mias Flucht – Der Weg in die Freiheit

Der Verlag weist in dieser Ausgabe darauf hin, dass kurz vor der Drucklegung in Schweden eine Untersuchung der Journalistin Monica Antonsson erschien, in der behauptet wird, die Schilderungen dieses Buches und seines Vorgängers würden nicht durchweg einer wahren Geschichte folgen, sondern auch fiktionalisierte Elemente enthalten. Beim Druck dieser Ausgabe war die Angelegenheit noch nicht geklärt, der Verlag weist aber in Abstimmung mit der Autorin auf diese Debatte hin.

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