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Kommende Buchkritiken
Maria, ihm schmeckt's nicht!
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Autor
Jan Weiler
Genre Roman
Verlag Ullstein ISBN 978-3548264264 Erscheinungsdatum (D) Juni 2006 Seiten 272 |
Inhalt
Nichts und niemand konnte Jan Weiler auf das vorbereiten, was ihn nach der Hochzeit mit seiner Frau Sara erwarten würde. Denn er hat nicht in irgendeine Familie eingeheiratet, nein, nein! Er ist inmitten einer waschechten italienischen Sippschaft gelandet. Schon allein die Hochzeit ist so ganz anders, als er sich das vorgestellt hatte. Für Schwiegervater Antonio kommt nur eine Hochzeitsfeier im ganz großen Stile in Frage und das ist so gar nicht das, was Jan eigentlich vorschwebte. Doch ein Antonio Marcipane wird sich für seine Tochter und „seine liebe Jung“ doch nicht lumpen lassen. Und so lernt Jan nun sämtliche Auswüchse seiner neuen italienischen Familie kennen, bekommt Einblick in den riesigen und verwirrenden Stammbaum der Marcipanes und deren anderer Familienhälfte und darf die Schattenseiten der italienischen Matratzen erleben. Er verbringt einen typisch italienischen Strandurlaub mit seiner Sippschaft, erfährt manch düstere Familiengeheimnisse und wird Zeuge vom unglaublichen Geschäftssinn seines neuen Schwiegervaters.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wer italienische Bekannte, Verwandte oder Freunde hat, wird dieses herrlich komische Buch verschlingen. Liebevoll und mit großem Respekt für dieses Volk schildert Jan Weiler seine Erlebnisse und Erfahrungen mit seiner italienischen Familie, die einen zu Tränen rühren. Mal lacht man aus vollem Hals, mal ist einem zum Weinen zumute, weil hinter all den witzigen Schilderungen auch manchmal die Tragik der früheren Gastarbeiter hervorblitzt. Weiler erzählt aus dem ganz normalen Leben einer italienischen Großfamilie – so kennen und lieben wir die Italiener! Es gelingt dem Autor, die komischen Marotten und witzigen Anekdoten so lebendig und plastisch zu schildern, dass man beinahe glaubt, in Antonio und Konsorten eigene Bekannte wieder zu erkennen.
Dabei lässt Weiler nie einen Zweifel daran, wie sehr er diese italienische Sippschaft liebt und respektiert. Mit trockenem Humor schildert er, wie die italienische Großherzigkeit, das scheinbar wirre Durcheinaderreden und wilde Gestikulieren und das „Dolce Vita“ auf uns Deutsche wirken. Denn die Italiener sind eindeutig anders – wir Deutschen aber auch!
„Maria, ihm schmeckt’s nicht“ ist Pflichtlektüre für alle, die Italien und seine Bewohner lieben und wie Jan Weiler finden, dass Deutschland ohne sie ziemlich langweilig wäre!

