Eine Hand voller Sterne

Eine Hand voller Sterne

Autor Rafik Schami Genre Roman
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-11973-3
Erscheinungsdatum (D) November 2009   Seiten 200

Inhalt

Ein Bäckerjunge aus Damaskus erzählt in seinem Tagebuch von seinem Leben, von den Menschen, die ihm wichtig sind, von seinen Träumen und Sehnsüchten.
Obwohl sein Vater möchte, dass er ebenfalls Bäcker wird, um eines Tages den Laden zu übernehmen, hat er nur einen Traum: Er möchte Journalist werden. Die Ungerechtigkeit in seinem Land, das große Gefälle zwischen Arm und Reich und vor allem die politischen Repressalien möchte er nicht einfach so hinnehmen, er möchte der Welt davon berichten. Als sein Vater eines Tages aus purer Willkür von der Polizei abgeholt und gefoltert wird, bestärkt ihn das nur in seinem Vorhaben.
Sein bester Freund ist der alte Kutscher Salim, der ihm die herrlichsten Geschichten zu erzählen weiß. Dann ist da noch der Journalist Habib, sein großes Vorbild, mit dem zusammen er heimlich eine Zeitung herausgibt, die so genannte Sockenzeitung. Außerdem ist er natürlich verliebt: in die bildhübsche Nadia, für die er Gedichte schreibt.
Sein Tagebuch gibt uns einen kleinen Einblick in das Leben eines armen Bäckerjungen in den Straßen von Damaskus, der versucht, seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Rafik Schami ist einer der großen Erzähler der Gegenwart, immer wieder gelingt es ihm, seine Leser an die Hand zu nehmen und in die engen Gassen von Syriens Hauptstadt Damaskus zu entführen. Die Stadt, die er so sehr liebt, in die er aber immer noch nicht zurückkehren kann. Vielleicht wirkt „Eine Hand voller Sterne“ gerade aus diesem Grund wie ein lebenspraller und sehnsuchtsvoller Teil dieses großartigen Schriftstellers. Gekonnt vereint er die lustigen und humorvollen Episoden aus dem Leben des Bäckerjungen mit der grausamen Realität der politischen Unterdrückung, der Pressezensur und der willkürlichen Verhaftungen und Folterungen. So entsteht eine realistisch anmutende Erzählung des Alltags in Damaskus. Bei all der Unterdrückung und Angst blitzt aber immer wieder die Poesie, der Humor und die Lust am Leben hervor, die die Figuren in Schamis Roman auszeichnet.

Der Autor vermeidet allzu pessimistische Schilderungen, er deutet die Grausamkeiten nur an, wodurch die aber nicht ungesagt bleiben. Doch trotz all der politischen Missstände, die in diesem Land herrschen, spürt der Leser eine unglaubliche Portion von Optimismus, die diesem Buch zugrunde liegt. Als besonderes Bonbon gibt es zudem ein Wiedersehen mit dem Kutscher Salim aus Schamis Roman „Erzähler der Nacht“.
„Eine Hand voller Sterne“ ist ein poetischer und anrührender Roman, der einen kleinen Einblick bietet in eine vielschichtige Stadt, die man nur zu gerne selber einmal kennen lernen würde.

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Kommentare


Kommentare

Besser Wisser schreibt am 22.12.11, 19:36
Dem Buch fehlt die Spannung!!!!!!!!!!!!!!!
Es ist ermüdend.
Jajajaja schreibt am 20.05.12, 18:37
Das ist ein laaaangweiliges buch
m schreibt am 03.04.11, 12:20
Dieses buch,eine handvoll sterne, beschreibt durch die tagebuch form, die gefühle des bäckerjungen sehr präzise und ist nur weiterzuempfehlen!
CP schreibt am 01.11.11, 18:10
Ein wundervolles Buch, das dem Leser eine andere Sicht des Lebens in Syrien gibt. Mit wundervollen Lehren des Lebens.*****

CP
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