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Kommende Buchkritiken
Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott
The Shack
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Autor
William Paul Young
Genre Roman
Verlag Allegria ISBN 9-783-79342-166-5 Übersetzung Thomas Görden Erscheinungsdatum (D) Juni 2009 Erschienen 2007 Seiten 304 |
Inhalt
Mackenzie Allen Philips erlebt den Albtraum eines Vaters: Während eines Campingurlaubs mit seinen Kindern verschwindet seine jüngste Tochter unter dramatischen Umständen. Alles deutet darauf hin, dass Missie entführt wurde, und in einer verlassenen Hütte, mitten in der Wildnis von Oregon finden sich schließlich Hinweise darauf, dass das kleine Mädchen ermordet wurde. Mackenzie versinkt in einer tiefen, alles verschlingenden Traurigkeit, aus der ihn weder seine Frau noch seine Kinder herausholen können.
Vier Jahre nach den furchtbaren Geschehnissen erhält Mack eine seltsame Nachricht, in der er für ein Wochenende in die Hütte eingeladen wird, in der vermutlich Missies Leben endete. Unterschrieben ist die Nachricht mit „Papa“. Mack ist völlig durcheinander – sollte diese Nachricht tatsächlich von Gott sein oder doch eher von Missies Mörder, der nun auch seinem Leben ein Ende zu setzen trachtet? Entgegen aller Einwände seines Verstandes macht Mack sich schließlich doch auf die Reise zu jenem furchtbaren Ort – die schließlich zu einer Reise über alle Grenzen hinaus werden soll.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Die zentrale Frage, die dieses Buch behandelt, ist die immer wiederkehrende Frage der Menschen, wo Gott angesichts all des Leids auf unserer Welt ist. Kann es ihn wirklich geben, den gütigen Vater, nach dem wir uns alle insgeheim sehnen? Warum verhindert er nicht, dass ein unschuldiges kleines Mädchen grausam ermordet wird? Warum sieht er zu, wie Menschen qualvoll verhungern müssen, wie seine Kinder ungerecht und unwürdig behandelt werden? Mack kann den Tod seiner kleinen Missie nicht verkraften, kann Gott nicht vergeben, dass er ihren Tod geduldet hat. Doch in der kleinen Hütte erhält er Antworten, die er so niemals erwartet hätte.
Gott erscheint Mack in Gestalt einer großen und unglaublich gütigen schwarzen Frau, eines sympathischen Schreiners aus dem mittleren Osten und einer elfenähnlichen Frau aus Asien. Was zu Anfang noch seltsam wirkt, wird einem nach und nach immer vertrauter – genauso könnte man sich Gott vorstellen, so könnte er tatsächlich sein oder eben auch wieder völlig anders. Auch wenn manches in diesem Buch stellenweise zu dick aufgetragen ist und stark an die amerikanischen Bekehrungsmissionare erinnert, hat „Die Hütte“ doch eine hoffnungsvolle Kernaussage: Gott will nicht, dass seine Kinder leiden müssen, doch es ist ihm nicht gegeben, dieses Leid zu verhindern. Leid ist etwas, was aus dem Menschen selber entspringt, aus seinem Streben nach Unabhängigkeit und Macht. Nur wem es gelingt, sich von diesem Machtspiel zu distanzieren, wird auch wieder die pure Lebensfreude spüren können. So geht es am Ende auch Mack. Sein Leben verändert sich grundlegend durch seinen Entschluss, die mysteriöse Einladung anzunehmen. Das wichtigste dabei ist, dass er neue Hoffnung bekommt – vielleicht wird es dem Leser gelingen, etwas von Macks neu gefundener Hoffnung in sich aufzunehmen.

