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Kommende Buchkritiken
Herr Adamson
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Autor
Urs Widmer
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 978-3-257-06718-7 Erscheinungsdatum (D) September 2009 Seiten 200 |
Inhalt
Am Freitag, den 22. Mai 2032 sitzt ein Mann in einem wunderschönen Garten, der einst das Paradies seiner abenteuerlichen Kindheit war. Es ist am Tag nach dem vierundneunzigsten Geburtstag des Mannes und er spricht – ganz allein am Ort seiner Kindheit - eine Geschichte auf Band. Er erzählt von seinen Erlebnissen mit Herrn Adamson, der ihm begegnet ist, als er selbst noch ein kleiner Junge war. Diese Geschichte erzählt der alte Mann uns – und vor allem seiner Enkelin Annie – jetzt, am Ende seines Lebens.
Denn der Erzähler wartet. Er wartet auf Herrn Adamson, den er zwar seit seinem achten Lebensjahr nicht mehr gesehen hat, der aber stets bei ihm war. Bei der Begegnung damals war es ihm gestattet gewesen, in Bereiche vorzudringen, die den Lebenden sonst nicht gestattet sind, Bereiche, die ihm einen Vorgeschmack auf das gaben, was noch kommen wird.
Buchkritik von Stefanie Rufle
In „Herr Adamnson“ erzählt Urs Widmer voller Elan die Geschichte eines Mannes, der kurz vor dem Übergang vom Leben zum Tod steht. Und es ist wahrlich eine seltsame und rätselhafte Geschichte, die sich vor dem Leser auftut. Ein kleiner Junge, der mit einem Mann spricht, den außer ihm keiner sehen kann und der einen wichtigen Auftrag für den Jungen hat, den der aber erst sehr viel später ausführen kann. Der Junge erfährt, dass er diesen Mann ganz am Ende seines Lebens wieder treffen wird. Somit handelt Urs Widmers „Herr Adamson“ vom zentralem Thema des Menschseins: vom Tod. Dabei gelingt es Urs Widmer aber, eine solche Lebensfreude und Heiterkeit zu vermitteln, dass die Angst vor dem Ungewissen allmählich in den Hintergrund tritt.
Skurril und verblüffend ist, was unserem Helden hier geschieht und manchmal meint man beinahe, mitten in einem orientalischen Märchen gelandet zu sein. „Herr Adamson“ ist ein angenehm heiteres und witziges Buch, das dennoch viel Stoff zum Nachdenken bietet.
