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Kommende Buchkritiken
Die Stunde des Pelikans - Die Lebensgeschichte des Maximilian Kolbe
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Autor
Walter Heinrich
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 978-3-257-06714-9 Erscheinungsdatum (D) Oktober 2009 Seiten 327 |
Inhalt
Der polnische Franziskanermönch Maximilian Kolbe lebte von 1894 bis 1941. Schon in früher Jugend erkrankte er an Tuberkulose, von der er sein Leben lang gezeichnet sein sollte. Gegen vielfache Widerstände – auch innerhalb des eigenen Ordens – baute er die katholische Zeitschrift „Ritter der Immaculata“ auf, die im Laufe der Jahre Millionenauflagen erreichte. Außerdem begründete der Pater das damals größte Kloster Europas, Niepokalanów. Pater Kolbe war durchdrungen von einem tiefen Glauben zur Immaculata, der Mutter Gottes. Als Herausgeber der „Ritter der Immaculata“ geriet er ins Visier der Gestapo, was ihn schließlich in die Lagerhölle von Auschwitz brachte. Als dort einem Gefangenen von Maximilians Block die Flucht gelang, wurden zehn willkürlich ausgewählte Häftlinge als Strafe dafür zum Tod im „Hungerbunker“ verurteilt. Pater Maximilian Kolbe bot sich an, an Stelle eines Familienvaters in den Hungerbunker zu gehen, in dem er im Jahr 1941 starb.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Es sind zutiefst ehrfürchtige Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man von der unglaublichen Tat des Pater Maximilian Kobe hört – einer Tat, die von unfassbarer Nächstenliebe und einem immensen Glauben zeugt. Doch wer war dieser Mann tatsächlich, was mag ihn dazu bewogen haben, sein Leben für das eines anderen zu opfern? Walter Heinrich beleuchtet das Leben eines Heiligen unserer Zeit, eines Mannes, dem der Glaube an die Immaculata über allem anderen stand. Es entsteht das Bild eines eher unscheinbaren und stillen Mannes, der zu großem geboren war. Eines Mannes, der bedingungslos für seinen Glauben und seine Ideale einstand und bereit war, dabei bis zum Äußersten zu gehen.
Besonders beeindruckend ist hier die Erkenntnis, es mit einem gewöhnlichen Menschen zu tun zu haben, dessen Alltag geprägt war von harter Arbeit, Sorge für seine Mitbrüder und einer großen Vision. Auch wenn Walter Heinrichs Schilderungen des harten Klosteralltags, der zermürbenden Verhandlungen, die Kolbe für die Umsetzung seiner Zeitschrift führen musste und der Hürden, die ihm auch von Mitbrüdern immer wieder in den Weg gestellt wurden, manchmal etwas langatmig und zäh sind, tragen sie doch viel dazu bei, den Menschen Maximilian Kolbe zu verstehen. Immer deutlicher treten hierbei die Beweggründe zu Tage, die ihn am Ende zu diesem unglaublichen Akt der Nächstenliebe bewogen haben müssen. Wenn von Maximilian Kolbe als der „Märtyrer von ‚Auschwitz“ gesprochen wird, wird ihm diese Bezeichnung nicht einmal ansatzweise gerecht. In „Die Stunde des Pelikans“ gelingt es Walter Heinrich, eine Ahnung davon hervorzurufen, wer dieser beeindruckende Mensch tatsächlich war.
Wissenswertes
Pater Maximilian Kolbe wurde 1982 von Johannes Paul II. heiliggesprochen.
