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Kommende Buchkritiken
Die goldenen Türme
The Roar
|
Autor
Emma Clayton
Genre Jugendbuch
Verlag Ravensburger ISBN 978-3-473-34739-1 Übersetzung Wolfram Ströle Erscheinungsdatum (D) September 2009 Erschienen 2008 Seiten 508 |
Inhalt
Nach einer verheerenden Tierpest leben die Menschen der nördlichen Hemisphäre hinter einer gigantischen Mauer. Der unverseuchte Teil der Welt erstickt unter Beton, Tiere gibt es keine mehr und die Reichen haben mittlerweile eine zweite Ebene geschaffen, die die arme Bevölkerung unterhalb von London in die „Schadows“ verbannt. Nahrung wird aus Schimmel gewonnen, es gibt keine freie Sicht auf den Himmel und die Wohnungen sind winzig und feucht – alles für den 12jährigen Mika Smith normal und nicht weiter schlimm. War er mit seiner Zwillingsschwester Ellie doch ein unschlagbares Team. Doch nun ist Ellie seit mehr als einem Jahr tot, ertrunken hat man ihm und seinen Eltern erzählt. Mika will daran nicht glauben, er spürt, dass seine Schwester noch lebt und seine Hilfe braucht. Doch glauben ihm das nicht einmal seine Eltern. In der Schule ist Mika ein Außenseiter. Als die Stiftung zu Förderung der Jugend das mysteriöse Programm „Fit fürs Leben“ startet und Mika sich zunächst weigert daran teilzunehmen, rückt er in den Fokus der falschen Leute. Doch bald begreift er dass die SFJ etwas mit Ellies Verschwinden zu tun hat und „Fit fürs Leben“ ihn seiner Schwester eventuell näher bringt. Mika ahnt nicht, dass der Preis dafür sein eigenes Leben sein könnte…
Buchkritik von Melanie Frommholz
Mit ihrem Jugendroman „Die goldenen Türme“ gibt die Engländerin Emma Clayton ihr Debüt als Romanautorin. 508 Seiten, die man nur bedingt als gelungenen Start bezeichnen kann. Bereits nach den ersten Kapiteln ist klar, die Autorin hat kräftig bei „Star Wars“, „Star Trek“ und „X-Men“ geklaut. Geflogen wird mit Pod-Fightern, die Roboter heißen Borg und im Zentrum der Geschichte stehen Mutanten. Gut geklaut war schon bei manch anderem Autor halb gewonnen, aber Clayton schafft es bis weit in die Mitte ihrer Geschichte nicht, die notwendige Intensität zu erzeugen und die „geklauten“ Elemente zu ihren eigenen zu machen. Die Figuren bleiben blass, die Sprache einfach und auch die Handlung will nicht richtig in Schwung kommen. Die Welt, die Emma Clayton sich ausgedacht hat, ist zu erahnen, erscheint aber noch nicht vor dem inneren Auge. Man gewinnt zunehmend den Eindruck Clayton schreibt „mit angezogener Handbremse“. Im letzten Drittel des Buches, dann wenn man eigentlich schon gar nicht mehr damit rechnet, platzt dann plötzlich der Knoten. Die Geschichte packt einen, fesselt mit gutem Erzähltempo und einem viel versprechenden Plot.
Warum Emma Clayton so lange benötigt, um ihre Geschichte „von der Leine zu lassen“ wird auf der letzten Buchseite klar: Es wird wohl ein Mehrteiler. Wollte sie ihre Munition nicht bereits in Band eins verschießen? Dieser Gedanke drängt sich auf und macht Hoffnung für die kommenden Bände. Fraglich ist allerdings, ob es dann auch bei einer Altersempfehlung „ab 11 Jahren“ bleiben sollte. Schon dieses Buch ist stellenweise sehr brutal und hat eine düstere, bedrohliche Grundstimmung.
Wissenswertes
"Die goldenen Türme" ist das Debüt von Emma Clayton.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
olli schreibt am 27.03.11, 20:31
coll!
einfach cool
