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Kommende Buchkritiken
Die seltene Gabe
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Autor
Andreas Eschbach
Genre Jugendbuch
Verlag Arena ISBN 978-3-401-50159-8 Erscheinungsdatum (D) 2004 Seiten 247 |
Inhalt
Die siebzehnjährige Marie glaubt, im falschen Film zu sein, als sie eines Tages von der Schule nach Hause kommt. Ein fremder Junge hat die Abwesenheit von Maries Eltern, die gerade im Urlaub sind, ausgenutzt und sich in Maries Kleiderschrank häuslich eingerichtet. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, behauptet Armand, Telekinet zu sein und von einer militärischen Organisation verfolgt zu werden. Als Armand dann aber sehr anschaulich seine telekinetischen Fähigkeiten zur Schau stellt, bekommt Marie es mit der Angst zu tun, denn er droht ihr, die Telekinese auch gegen sie einzusetzen, sollte sie nicht bereit sein, ihn auf seiner Flucht zu begleiten.
Und Flucht scheint tatsächlich der einzige Ausweg für Armand zu sein, denn das Militär möchte ihn mit seinen parapsychologischen Kräften als Killer einsetzen. Eigentlich stehen Armands Chancen, unerkannt unterzutauchen gar nicht mal so schlecht – wäre da nicht dieser unheimliche Junge, der in der Lage ist, sich in Armands Gehirn einzuschleichen und dessen Gedanken zu lesen…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Andreas Eschbach hat sie einfach, diese besondere Gabe, eine spannende Geschichte packend und zugleich äußerst gut durchdacht zu erzählen. Hier vermischt er gekonnt realistische Aspekte mit fiktiven Elementen und zieht damit seine Leser unwillkürlich in seinen Bann. Dieses Buch hat alles, was sowohl jugendliche wie auch erwachsene Leser zu fesseln vermag: Parapsychologische Kräfte, konkurrierende Geheimdienste, einen spannenden Wettlauf gegen die Zeit, eine zarte Liebesgeschichte und zwei wirklich gelungene Hauptfiguren. Marie und Armand sind vom ersten Moment an glaubwürdig und authentisch, und Eschbach vermag es mit Leichtigkeit, sich in seine jugendlichen Charaktere hineinzuversetzen. Er schildert die Ereignisse aus Sicht von Marie und lässt seine Leser mit ihr ein rasantes und unheimliches Abenteuer erleben.
Vieles an „Die seltene Gabe“ ist äußerst beunruhigend und regt zum Nachdenken darüber an, was tatsächlich möglich wäre und wohin das führen könnte. Gerade dieses Spiel mit dem möglich Denkbaren ist es, was Eschbachs besondere Gabe zu sein scheint. Er setzt eine Idee in den Köpfen seiner Leser aus und lässt diese dort dann Wurzeln schlagen. Vor allem aus diesem Grund lässt einen „Die seltene Gabe“ so schnell nicht wieder los.
