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Kommende Buchkritiken
Der Tote im Smoking
The Chinese Jars
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Autor
William C. Gordon
Genre Krimi
Verlag Hoffmann und Campe ISBN 978-3-455-40046-5 Übersetzung Sepp Leeb Erscheinungsdatum (D) 2007 Erschienen 2006 Seiten 302 |
Inhalt
Reginald Rockwood III. ist der Mann im Smoking. Er gilt als extravagant und alle glauben, er sei steinreich. Als Reginald bei einem Unfall stirbt, ist Samuel Hamilton, Anzeigenverkäufer einer Zeitung in San Francisco, tief erschüttert. Die beiden waren Stammgäste im Camelot, einer Bar, die quasi Samuels zweites Zuhause ist. Zu seinem Erstaunen teilt Melba, die Wirtin des Camelot, Samuels hohe Meinung über Reginald ganz und gar nicht. Als er dann auf Reginalds Beerdigung vergeblich auf weitere Trauergäste wartet, wird Samuel klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
Samuel, der eigentlich viel lieber Reporter wäre und heimlich in Melbas Tochter Blanche verliebt ist, beginnt Nachforschungen anzustellen. Im Laufe seiner Ermittlungen wird Samuel klar, dass Reginald Rockwood III. nicht der war, der er zu sein vorgab. Immer tiefer verwickelt sich der junge Anzeigenverkäufer in die Abgründe von Chinatown und muss bald schon erkennen, dass seine Neugier ihm und auch anderen zum Verhängnis werden könnte.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wer die Krimis von Chandler oder Agatha Christie liebt, kommt bei „Der Tote im Smoking“ ganz auf seine Kosten. Hier tragen die Männer noch Hüte und die Frauen führen ein mondänes Leben in Luxus und tragen extravagante Kleider. Gordons Held Samuel Hamilton ist durch und durch sympathisch und in seiner Naivität und Tapsigkeit geradezu rührend. Der Leser wird in die dunkle Unterwelt des Chinatown der Sechzigerjahre entführt und stößt hier auf so manchen eigenartigen Charakter.
Beinahe spielend leicht scheint die Zeichnung von Gordons Figuren, sie erscheinen geradezu leibhaftig vor dem geistigen Auge des Lesers. Diese plastische Schilderung der Charaktere ist es, die „Der Tote im Smoking“ so überzeugend wirken lässt. Man fühlt sich in einen der alten Hollywood-Filme hineinversetzt, in denen Bogart seinen Hut tief ins Gesicht zieht und die Bergman einen atemberaubenden Auftritt in einem hautengen Kleid hat. Auch wenn die Geschichte an sich die eine oder andere Länge aufweist, lebt man als Leser doch so in der Handlung mit, dass man einfach nicht anders kann, als atemlos weiter zu lesen. „Der Tote im Smoking“ ist ein gediegener Kriminalroman, der als durchweg gelungenes Romandebüt von Isabel Allendes Ehemann William C. Gordon bezeichnet werden kann.
Wissenswertes
Kriminalreporter Samuel Hamilton ermittelt in folgenden Fällen:
Der Tote im Smoking
Gift
