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Kommende Buchkritiken
Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast
The Bears in the Bed and the Great Big Storm
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Autor
Paul Bright und Jane Chapman
Genre Bilderbuch
Verlag Loewe ISBN 978-3-7855-6585-8 Übersetzung Isabel Schatz Erscheinungsdatum (D) 2009 Erschienen 2008 Seiten 24 |
Inhalt
Mama und Papa Bär liegen in ihrem warmen, weichen Bett und schlafen fest, während der Wind von den hohen Bergen und durch tiefe Täler angebraust kommt. Da zupft Babybär an Papas Decke, denn es glaubt, draußen sei ein Monster. Papa Bär nennt Baby einen Angstbären, lässt es aber zu sich unter die Decke kriechen, wo es friedlich einschläft. Dann grollt der Donner, dass die Wände wackeln – Mama und Babybär schlafen fest, nur Papa Bär hält sich mit seinen Tatzen die Ohren zu. Da kommt der kleine Bär zu Papa ans Bett, er glaubt, draußen sei ein Monster, dessen Magen knurrt. Auch den kleinen Bären nennt Papa einen Angstbären, lässt ihn aber auch zu sich unter die Decke kriechen. Und wieder schlafen alle außer Papa Bär, der seinen Kopf unter dem Kissen vergräbt, als die Blitze über die Wände zucken. Jetzt kommt schließlich auch noch der große kleine Bär an Papas Bett, der glaubt, ein Monster mit spitzen Hörnern stehe direkt vor seinem Fenster. Wieder erklärt Papa Bär, dass es gar keine Monster gebe und lässt den großen kleinen Bär ins Bett klettern. Alle schlafen, nur Papa Bär ist hellwach. Als es plötzlich laut an der Tür klopft, schrecken alle hoch und Papa Bär muss wohl oder übel die Tür aufmachen. Was da vor dem Eingang steht, sieht aber tatsächlich aus wie ein Monster…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Kinder glauben ja immer, Erwachsene wären so mutig und hätten niemals Angst. Weit gefehlt, wie dieses Bilderbuch beweist! Denn obwohl Papa Bär ja so souverän behauptet, es gäbe doch gar keine Monster und seine ängstlichen Kinder als Angstbären verlacht, stellt er sich am Ende als der größte Angstbär heraus. Das ist eine Entwicklung, die Kindern großen Spaß bereitet. Ihnen gefällt es, wenn die starken Erwachsenen auch mal ängstlich sind, denn dadurch können sie selber sich umso stärker fühlen.
Neben den witzigen Aspekten hat dieses Bilderbuch aber auch einige Spannungselemente, die sich allmählich steigern. Aus diesem Grund ist es besonders für etwas ältere Vorschulkinder geeignet, die einen gewissen Spannungsbogen schon durchaus aushalten können. Kinder dieses Alters finden schon einen besonderen Reiz an Unheimlichem – das sich hier am Ende als etwas völlig Harmloses herausstellt. Wichtig ist, dass immer wieder versichert wird: „Monster gibt´s doch gar nicht!“, was am Ende auch unmissverständlich bewiesen wird. Mit den tapsigen und liebevoll gezeichneten Bären können sich die kleinen Leser ohne weiteres identifizieren, wodurch sie unmittelbar in der Geschichte mit leben. „Fünf Angstbären und ein unheimlicher Gast“ ist ein Bilderbuch, das Freude am Lesen vermittelt und das Kinder immer wieder aufs Neue anschauen wollen.
