Donata, Tochter Venedigs

Daughter of Venice

Donata, Tochter Venedigs

Autor Donna Jo Napoli Genre Jugendbuch
Verlag Fischer TB
ISBN 978-3-59685-124-9
Übersetzung Anne Braun Erscheinungsdatum (D) 2007   
Erschienen 2002  Seiten 352

Inhalt

Venedig 1592: Die 14jährige Donata wächst mit ihren elf Geschwistern als Tochter einer angesehen und reichen Familie auf. Das bringt einige Vor- aber auch Nachteile mit sich. Zwar darf Donata tanzen und musizieren lernen - aber nicht lesen und schreiben, was ihr viel lieber wäre. Obwohl sie stets wohl behütet in ihrem Elternhaus aufgewachsen ist, fühlt sie sich eingeengt. Das Haus darf sie nur verschleiert und in Begleitung verlassen. Zu jeder Zeit hat sich Donata schicklich zu benehmen. Ihre älteste Schwester, die 16jährige Andriana, wird heiraten. Da sich ihre Familie nur eine Mitgift leisten kann, müssen Donata und Laura, ihre Zwillingsschwester, ihr Leben nach der Volljährigkeit im Kloster verbringen.
Donata fasst einen Plan: Bevor sie hinter dicken Klostermauern verschwindet, will sie das echte Venedig sehen. Während sie sich, als Junge verkleidet, rausschleicht und die Gassen durchstreift, gibt sich Laura als sie aus. Abends holt Donata ihre Arbeiten im Haus nach. Das alles klappt, bis Geld für eine zweite Hochzeit da ist und Donata diejenige sein soll, die heiratet, nicht ihre Zwillingsschwester Laura. Dazu kommt noch die Liebe, die Donata zu dem Juden Noé empfindet, der sie aber für einen Jungen hält. Laura wiederum liebt den Verlobten Donatas. Doch die Schwestern halten zusammen und wieder hat Donata einen Plan, der alles retten soll.

Buchkritik von Nina Pröckel

Nina vergibt 5 von 5 Bs Donna Jo Napoli schafft es, dass man vollkommen mit Donata mitfühlt. Ob es nun Verzweiflung, Freude oder Trauer ist - man ist in diesem Buch schlichtweg gefangen. Auf nur 348 Seiten schafft es die Autorin, dass man genau das Venedig sieht, das es früher gab, mit all seinen schlechten und guten Seiten, Ghettos und Palazzos, Armen und Adeligen. Donata als Hauptfigur stellt genau das Gegenteil der vornehmen Gesellschaft Venedigs dar. Sie ist mutig, wissbegierig und vor allem fügt sie sich nicht jeder Regel.
“Donata, Tochter Venedigs“ bietet ein breites Spektrum an Themen, die zum Nachdenken anregen: Judenfeindlichkeit, die Macht des Vatikans, Liebe, der Kampf einer jungen Frau in einer nicht emanzipierten Gesellschaft. Jeder, der historische Romane oder Liebesgeschichten mag, wird dieses Buch lieben. Und wenn man es dann zu Ende gelesen hat will man nur noch mehr.

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