Die zwölfte Stufe

Barolo-Kvartetten

Die zwölfte Stufe

Autor Bjarne Reuter Genre Roman
Verlag Diana
ISBN 3-453-87823-X
Übersetzung Knut Krüger Erscheinungsdatum (D) 2002   
Erschienen 2002  Seiten 301

Inhalt

Anne ist mit dem sehr viel älteren David Zeeberg, einem weltberühmten Pianisten, verheiratet. Sehr unglücklich in dieser Ehe, in der sie allmählich zu vereinsamen droht, flüchtet Anne sich in eine Affäre mit einem Fremden, in die sie sich immer mehr verstrickt.

Gleichzeitig ist da auch noch der Schatten von Davids erster Frau, die bei einem Sturz auf der steilen Treppe zum See ums Leben kam. Realität und Phantasie verschwimmen mehr und mehr, bis Anne einen folgenschweren Plan fasst, ohne zu ahnen, dass sie längst nicht mehr die Fäden des Geschehens in der Hand hat.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs „Die zwölfte Stufe“ ist ein zutiefst beunruhigendes Buch, das vor allem eine Frage im Leser wachruft: „Können unsere Gedanken, allein schon dadurch, dass wir sie denken, real werden?“

Von Anfang an ist nicht klar, wer denn nun eigentlich auf welcher Seite in dieser Dreiecksgeschichte steht. Es treibt einen ständig die Frage um, für wessen Situation man denn nun Verständnis haben sollte. Je weiter man liest, desto mehr verstrickt man sich selbst in die Geschehnisse, verliert wie die Protagonistin zusehends den Überblick. Und dann dieser Schluss – man kann nicht umhin, ihn als einfach unglaublich und genial zu bezeichnen!

Bjarne Reuter versteht es, mit dem Leser zu spielen. Mit einer Leichtigkeit und fast unmerklich gelingt es ihm, eine Spannung aufzubauen, die, je länger sie andauert, kaum noch auszuhalten ist. Sein Stil ist herrlich schnörkellos und gerade dadurch so eindringlich. Die Zeichnung seiner Charaktere lässt keine Wünsche offen und zeugt von äußerstem Können und großer Virtuosität.

“Die zwölfte Stufe“ lässt den Leser völlig fassungslos und aufgewühlt zurück. Unwillkürlich fragt man sich, wie jemand in der Lage sein kann, sich eine solche Geschichte auszudenken und ist zugleich beseelt von dem einen Wunsch: mehr, mehr, mehr davon!

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