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Kommende Buchkritiken
Eine letzte Spur
The Disappearance
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Autor
Juliet Hall
Genre Roman
Verlag Gustav Lübbe ISBN 978-3-7857-2348-7 Übersetzung Paola Cantilena und Gabriele Gockel Erscheinungsdatum (D) Januar 2009 Erschienen 2007 Seiten 445 |
Inhalt
Für Marianne ist es wie ein Albtraum. Gerade hat sie ihren Mann Rupert noch dabei beobachtet, wie er den Trevi-Brunnen malt und im nächsten Moment ist er wie vom Erdboden verschluckt. Alles Suchen bleibt ohne Ergebnis und auch sieben Jahre später weiß Marianne nicht, was mit Rupert geschehen ist. Lebt er noch, oder ist ihm etwas zugestoßen? Hat er seine Frau, die damals hochschwanger war, verlassen?
Doch nun, nach sieben Jahren, möchte Marianne endlich mit ihrer Vergangenheit abschließen, will frei sein für Sam, der um ihre Hand angehalten hat. Deshalb reist sie noch einmal nach Rom und hofft, dort auf irgendwelche Hinweise zu stoßen, die ihr etwas über Ruperts Verbleib sagen können. Zusammen mit ihrer Tochter Amy erkundet Marianne die Ewige Stadt und wird das Gefühl nicht los, verfolgt zu werden. Doch die erhofften Antworten findet sie auch hier nicht, weshalb sie enttäuscht in ihre Heimat Dorset zurückkehrt. Marianne weiß, dass sie Sam, der einmal Ruperts bester Freund war, nicht ewig vertrösten kann und weder ihre Mutter Penelope noch ihre Großmutter Iris, die beide mit ihrer eigenen dunklen Vergangenheit beschäftigt sind, können ihr bei dieser schwierigen Entscheidung helfen. Dann stößt Marianne auf eine Spur, die sie vielleicht zu Rupert und einer Antwort auf all ihre Fragen führen könnte…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Auch wenn es zu Beginn etwas schwer fällt, den verworrenen Ereignissen zu folgen und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Charakteren zu finden, entwickelt sich „Eine letzte Spur“ mehr und mehr zu einem spannenden und sehr fesselnden Roman. Hier wird eine Familiengeschichte erzählt, die sich über drei Generationen hinweg entwickelt, und bei der das Verschwinden eines Menschen nur die Spitze des Eisbergs bleiben soll. Allmählich wird der Leser in die Tiefen eines Geheimnisses geführt, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich blind dem erzählerischen Können der Autorin anzuvertrauen. Juliet Hall weiß, was sie tut – und sie macht ihre Sache gut! Sie lockt ihren Leser mitten hinein in eine Nebelwand – um den Nebel dann allmählich und ganz sachte immer mehr zu lichten. Dabei verrät sie immer nur gerade so viel, dass der Leser einen Blick auf die mögliche Wahrheit erhaschen kann.
Die Erzählweise aus immer wieder wechselnden Perspektiven und mit immer wieder anderen Schwerpunkten ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig, steigert aber die Spannung allmählich ins Bodenlose. Hall gelingt es, den Leser derart in die Geschehnisse einzubinden, dass es zum Schluss fast schon unmöglich erscheint, das Buch noch aus den Händen zu geben. Einziger Wermutstropfen bei „Eine letzte Spur“ ist die etwas holprige Übersetzung, die ab und an für Stirnrunzeln beim Leser sorgen dürfte: Wir sprechen in Deutschland nun mal von einem „roten Tuch“ und nicht von einem schwarzen und wir räumen in der Regel die Spülmaschine aus und sind nicht damit beschäftigt, sie auszuleeren. Ansonsten ist „Eine letzte Spur“ ein durch und durch spannender Roman, der zeigt, dass es im Leben immer noch mal einen Neuanfang geben kann.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Maria schreibt am 03.05.11, 22:55
Das Buch ist im grossen und ganzen echt Super. Sehr spannend und interessant. Nur manchmal langweilig. Aber ansonsten sehr gut!
