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Kommende Buchkritiken
Zebraland
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Autor
Marlene Röder
Genre Jugendbuch
Verlag Ravensburger Verlag ISBN 978-3-473-35301-9 Erscheinungsdatum (D) Februar 2009 Erschienen 2009 Seiten 256 |
Inhalt
Eigentlich hätte es ein Sommerabend wie jeder andere werden können: Festival, gute Musik, feiern unter Freunden. Als der Abend jedoch nicht so verläuft wie sie es sich erwartet hatten, beschließen Judith, Philipp Anouk und Ziggy, das Festival frühzeitig wieder zu verlassen. Im Nachhinein haben sich alle vier oft gewünscht, dass alles anders gekommen wäre, dass sie nicht in das Auto gestiegen wären. Doch jetzt lässt es sich nicht mehr rückgängig machen: Yasmin ist tot und im Leben von Judith, Philipp Anouk und Ziggy nichts mehr so, wie es einmal war.
Buchkritik von Kathrin Lang
Marlene Röder entwirft mit ihrem Jugendroman „Zebraland“ ein erschreckendes Szenario. Was passiert, wenn Jugendliche in eine scheinbar auswegslose Situation geraten, in der es gilt, für eigene Fehler und Schwächen einzustehen? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, schlägt die Autorin traurige aber authentische Wege ein. Zwar geht es in „Zebraland“ in den Grundzügen um die Vertuschung eines Mordes, doch offensichtlich möchte Röder mit ihren Zeilen auf etwas ganz anderes aufmerksam machen: Auf den enormen Druck, dem junge Erwachsene ausgeliefert sind, wenn sie sich unter Gleichaltrigen aufhalten. Wer ist die Schönste? Wer der Stärkste? Wer der Coolste und Lässigste in der Gruppe? Das Spiel um Macht und Anerkennung kennt oftmals keine Grenzen und kann in erschreckenden Erkenntnissen enden. „Zebraland“ steht somit als Exempel für die heutige Jugendkultur, die zwar nicht immer, aber leider öfter als nötig, genauso geprägt ist, wie es Marlene Röder in ihrem Roman entwirft.
Damit ein Jugendbuch bei der Zielgruppe auch wirken kann, gehört jedoch mehr dazu als nur eine brisante Geschichte mit Aktualitätsgarantie. Doch auch vor diesem Kriterium muss sich „Zebraland“ nicht verstecken. Röder beweist ein gutes Händchen für spannende Geschichten, die einen runden Bogen um die Ereignisse schlagen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven und das schnelle Voranschreiten der Handlung sorgt sie für Spannung und vertreibt mühelos jeglichen Hauch von Langeweile. Auch der Titel hätte passender nicht gewählt werden können. Die Metapher des Zebras umschreibt das Szenario hervorragend: „Zebraland“, schwarz-weiß oder doch weiß-schwarz?
Wissenswertes
"Zebraland" ist geeignet für Leser ab 12 Jahren.

