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Kommende Buchkritiken
Das Siegel der Finsternis
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Autor
Marcus Reichard
Genre Fantasy
Verlag Hoffmann und Campe ISBN 978-3455400878 Erscheinungsdatum (D) Februar 2009 Erschienen 2009 Seiten 528 |
Inhalt
Der junge Tenan ist Adept der Kleinen Magie und wenn es nach seinem Meister Osyn geht, wird er ihm als Wasserzauberer nachfolgen. Die Insel Gondun auf der Tenen lebt, seit Osyn in als kleinen Jungen aufnahm, liegt fern ab des Mittelpunktes des Inselreiches Algarad und der junge Mann träumt seit er denken kann davon, sie zu verlassen und Abenteuer und Schlachten zu bestehen. Anderen Leuten die Wäsche per Zauber zu trocknen ist für den Osyns Schüler eine Schreckensvision der Langweiligkeit. Als Tenan eines Tages in einem Schiffswrack am Strand einen geheimnisvollen magischen Kristall findet, scheint sein Wunsch in Erfüllung zu gehen. Kein geringerer als Todesfürst Achest ist hinter dem Kristall her und hat bereits seinen finsteren Krieger losgeschickt ihn zu finden. Tenan muss den Stein schnellstens zum Hochkönig bringen um die Gefahr zu bannen. Doch die Reise entwickelt sich bald zur Odyssee.
Buchkritik von Melanie Frommholz
Autor Marcus Reichard legt mit „Das Siegel der Finsternis“ nicht nur sein Romandebüt, sondern auch den Beginn eines neuen Fanasy-Zyklus vor. Der Anfang des dreigeteilten Buches ist geprägt von Sätzen, die mit Informationen etwas überladen wirken und so den Einstieg in die Handlung erschweren. Hat man sich in Reichards Sprachstil erstmal eingelesen, geht es dann aber flott voran. Die Geschichte rund um Tenan, den jungen, ungestümen „Wasserzauberer in Ausbildung“ und einen geheimnisvollen Kristall entwickelt sich solide und abwechslungsreich. Obwohl Tenan und den übrigen Hauptfiguren das letzte Quäntchen Charisma und die Ausstrahlung fehlt, um sie zu etwas Einzigartigem zu machen, folgt man ihnen bereitwillig durch ihre Abenteuer und fiebert gegen Ende mit ihnen mit. Im letzten Drittel wird der bis dahin positive Eindruck jedoch durch allzu offensichtliche Anleihen des Autors bei Kollegen wie Jules Verne und J. R. R. Tolkien getrübt. Erinnerungen an „20.0000 Meilen unter den Meer“ werden abgelöst durch Schilderungen einer Reise durch ein Höhlenlabyrinth, das doch stark an die Minen von Moria erinnert. Wenn es dann zum Showdown zwischen Tenan und dem finsteren Schattenwesen Bash-Arak auf einer schmalen Brücke kommt, kann man die Bilder von Gandalf der mit dem Balrog ringt, fast nicht mehr verdrängen. Dennoch bleibt die Vorfreude auf den nächsten Band erhalten, bleibt doch zu hoffen, dass Marcus Reichard sein Pulver noch nicht gänzlich verschossen hat und das gute Potential seiner Storyidee für weitere spannende Wendungen nutzt.
Wissenswertes
Der "Finsternis"-Zyklus" umfasst folgende Bände:
Band 1:
Das Siegel der Finsternis
Band 2:
Der Ruf der Finsternis
