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Kommende Buchkritiken
Samuraisommer
Samurajsommar
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Autor
Ake Edwardson
Genre Jugendbuch
Verlag List ISBN 978-3-548-60662-0 Übersetzung Angelika Kutsch Erscheinungsdatum (D) 2006 Erschienen 2005 Seiten 206 |
Inhalt
Wie jeden Sommer muss Tommy seine Ferien in dem schrecklichen Feriencamp verbringen, in dem das Essen aus besseren Abfällen besteht und die Betreuerinnen nur darauf aus sind, die Kinder zu quälen. Vor allem die allseits gefürchtete Leiterin des Camps macht den Kindern aus einfachen Verhältnissen das Leben zur Hölle. Doch in diesem Sommer ist etwas anders. Tommy möchte von nun an Kenny genannt werden, das ist das japanische Wort für Schwert. Denn der Zwölfjährige hat sich für ein Leben als Samurai-Krieger entschieden, er lebt nach dem Ehrenkodex der Samurai und hat eine Gruppe von gleichaltrigen Jungs um sich geschart. Wann immer es möglich ist, flüchten die Samurai-Brüder in den nahe gelegenen Wald, in dem sie gemeinsam an einem geheimen Schloss bauen und sich im Fechten üben.
Doch nicht nur die Samurai-Brüder helfen Kenny, den Alltag im Ferienlager zu überstehen. Es gibt da ein Mädchen – Kerstin – das sich immer wieder in seine Gedanken schleicht. Ihr zeigt er sogar eines Abends das geheime Schloss, denn irgendwie ist Kerstin anders als die anderen Mädchen. Doch dann verschwindet Kerstin plötzlich spurlos und es scheint so, als wären die Samurai gezwungen, endlich den Kampf gegen das grausame Regime der Lagerleiterin aufzunehmen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Mit „Samuraisommer“ beweist Ake Edwardson anschaulich, dass er nicht nur zu den führenden Krimi-Autoren Schwedens gehört, sondern dass er auch durchaus in der Lage ist, ein durch und durch spannendes und packendes Jugendbuch zu schreiben. Kennys Erlebnisse im schrecklichen Ferienlager erinnern stellenweise an Charles Dickens düstere Beschreibungen aus „Oliver Twist“ oder „David Copperfield“, tragen Züge von Filmen wie „Stand by me“ und vermitteln doch ihren ganz eigenen Charakter. Mit Kenny präsentiert Edwardson einen Helden, der von der ersten Minute an überzeugt und bis zum Ende nichts von seiner Glaubwürdigkeit verliert. Auch der erwachsene Leser spürt die Beklemmung und das bittere Gefühl des Ausgeliefertseins, das den tapferen Samurai-Krieger immer wieder aufs Neue überkommt.
Somit ist „Samuraisommer“ zwar in erster Linie ein Jugendbuch, bietet aber auch für Erwachsene packende Spannung verbunden mit sozialkritischen Gedanken, die sich auch auf unsere Gesellschaft übertragen lassen. Am Ende siegen unverbrüchliche Freundschaft und bedingungsloser Zusammenhalt – eine Botschaft, die für Jugendliche von immenser Bedeutung ist. Ake Edwardson legt mit „Samuraisommer“ ein Buch vor, das Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen fesselt und das man vor allem zum Schluss nicht mehr aus den Händen legen kann.
Wissenswertes
"Samuraisommer" ist das erste Jugendbuch von Ake Edwardson. Die Geschichte von Kenny und Kerstin wird in "Drachenmonat" weitererzählt.
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Kommentare
Kommentare
Hallo schreibt am 27.06.11, 20:22
so macht es spaß bücher zu lessen
