Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Seit er tot ist
What to do when someone dies
|
Autor
Nicci French
Genre Thriller
Verlag C.Bertelsmann ISBN 978-3-570-00940-6 Übersetzung Birgit Moosmüller Erscheinungsdatum (D) Juni 2009 Erschienen 2008 Seiten 350 |
Inhalt
Eleanor Falkner ist gerade dabei, das Abendessen für sich und ihren Mann Greg zuzubereiten, als die Polizei bei ihr klingelt und sie darüber in Kenntnis setzt, dass ihr Ehemann bei einem Autounfall ums Leben kam. Zu der allumfassenden Trauer, die nun über Eleanor hereinbricht kommt noch die Tatsache, dass Greg nicht allein starb. Neben ihm im Auto saß eine unbekannte Frau. Die Zweifel an der Treue ihres Mannes verhindern, dass Eleanor wirklich von ihm Abschied nehmen kann. Hat er sie überhaupt geliebt? Ist es möglich, dass er tatsächlich eine Affäre hatte? Jeder in Eleanors Umfeld scheint davon überzeugt zu sein, dass Greg sie betrogen hat. Doch Eleanor kann das einfach nicht glauben und beginnt, Nachforschungen anzustellen. Ihre Freunde beginnen allmählich, an ihrem Verstand zu zweifeln, was Eleanor allerdings nicht davon abhält, in Gregs Unterlagen nach Hinweisen zu Milena, seiner unbekannten Beifahrerin zu suchen. Sie weiß, dass sie erst dann zu trauern beginnen kann, wenn sie ganz sicher weiß, ob ihr Mann sie nun betrogen hat oder nicht.
Eleanor beginnt ein Doppelleben, nimmt eine fremde Identität an, um so in Milenas Umfeld Nachforschungen anstellen zu können. Mehr und mehr verstrickt sie sich in ihrem neuen Leben und kann schon bald nicht mehr auseinander halten, wo die alte Eleanor endet und die neue beginnt. Dann geschieht etwas, wodurch die Witwe unwillkürlich in den Fokus der Polizei gerät – was zur Folge hat, dass sie selbst nun als Verdächtige gilt. Doch Eleanor ist nicht bereit aufzugeben – und begibt sich so in fürchterliche Gefahr…
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Aus der Küche stieg mir der feuchte Geruch von Reis in die Nase. Mir fiel ein, dass er zu einer matschigen Pampe verkochen würde. Dann wurde mir dumpf bewusst, dass es natürlich ganz egal war, ob er verkochte oder nicht: Es würde ihn sowieso niemand mehr essen. Hinter mir hörte ich, wie der Wind ein paar trockene Blätter gegen das Erkerfenster wehte. Draußen war es dunkel – stockdunkel und kalt. Bald würde die Zeit umgestellt werden, und in ein paar Monaten war Weihnachten.“
Nicci French sind die unangefochtenen Meister der Worte, die im Leser Bilder von Stimmungen, Situationen und Ereignissen entstehen lassen. Die oben genannten Sätze gehen der Protagonistin durch den Kopf, als sie vom Tod ihres geliebten Ehemannes erfährt – und sie zeigen, dass Nicci French es par excellence verstehen, den Leser sofort und von der ersten Sekunde an in den Sog der Ereignisse hineinzuziehen. Diese Sätze sind es, die die Bücher von Nicci French zu viel mehr machen, als zu spannenden Thrillern. Das Autorenehepaar hat ein unglaubliches Gespür für Menschen und deren dunkle Geheimnisse, für die Tiefen der menschlichen Psyche und für die Abgründe, die in jedem von uns lauern.
„Seit er tot ist“ rollt die Geschichte einer trauernden Frau von hinten auf, lässt Stück für Stück neue Aspekte eines bereits beendeten Lebens aufblitzen und verrät immer gerade so viel, wie nötig. Dabei entsteht das Porträt einer Frau, die zwischen Trauer und Zweifeln hin und her gerissen ist, die nicht mehr weiß, ob ihre Ehe eine einzige Lüge war und deren einzige Möglichkeit die Suche nach der Wahrheit ist. Es ist beim Lesen fast unmöglich, sich von Eleanor zu distanzieren, nicht mit ihr in den Strudel aus Verrat, Zweifeln, Ängsten und Scham gezogen zu werden. Alles, was sie erlebt, scheint man auch selbst zu erleben und mit ihr sehnt man sich nach der Wahrheit – egal, wie die ausfallen mag. „Seit er tot ist“ ist ein neues Meisterwerk aus der Feder von Nicci French, das so spannend, fesselnd und berührend ist, dass man Ende am liebsten gleich noch einmal von vorne beginnen würde.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Kati schreibt am 06.02.12, 13:32
Dieses Buch war das 2te welches ich aus dem Hause French las.Ich muss sagen ich fands auch wieder super.Man fühlt mit der Proganistin mit und möchte gar nicht mehr aufhören mit lesen um endlich die "Wahrheit"zu erfahren.
