Augen in der Nacht

Thorn

Augen in der Nacht

Autor Vena Cork Genre Thriller
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-62909-3
Übersetzung Frauke Czwikla Erscheinungsdatum (D) 2006   
Erschienen 2004  Seiten 493

Inhalt

Rosa Thorn hat einen Albtraum hinter sich: Ihr geliebter Mann Rob, ein erfolgreicher Künstler, wurde vor den Augen der beiden gemeinsamen Kinder von einem irren Jugendlichen totgefahren. Knapp ein Jahr nach Robs Tod scheint allmählich etwas Ruhe bei der Familie Thorn einzukehren. Doch dann tauchen neue Probleme in Form eines Stalkers auf, der es offensichtlich auf Rosas bildschöne Tochter Anna abgesehen hat. Selbst als ein Mädchen aus Rosas Nachbarschaft tot aufgefunden wird, will die Polizei die Ängste der Witwe nicht ernst nehmen. Erst als Tom, der Leiter der Ermittlungen sich bei Rosa zur Untermiete einquartiert, fühlt die sich wieder etwas sicherer. Dann verschwinden zwei Mädchen aus Annas Klasse spurlos und Rosa argwöhnt, dass Mick O´Brien, Annas gestörter Verehrer etwas damit zu tun hat. Je tiefer Rosa sich in diesen Fall verstrickt, desto düsterer und erschreckender werden die Machenschaften, auf die sie stößt. Bald schon weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen darf, und als dann auch noch Anna spurlos verschwindet, ist Rosa völlig auf sich allein gestellt.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Wer Vena Corks ersten Thriller „Galerie der Angst“ gelesen hat, wird bei der Lektüre dieses neuen Buches aus der Feder der Autorin verwirrt die Stirn runzeln. Nicht nur, dass die Protagonistin – Rosa Thorn – die gleiche ist, nein, auch die Dinge, die sie erlebt, tragen verdächtig ähnliche Züge wie in „Galerie der Angst“. Auch hier verliert Rosa ihren geliebten Mann, der ebenfalls Künstler ist und Rob heißt, durch einen tragischen Unfall. Auch hier hat Rosa zwei Kinder und zudem ist – was für ein Zufall – erneut ein Stalker im Spiel. Ziemlich viele Übereinstimmungen, die zu der unausweichlichen Frage führen, ob in Zukunft alle Thriller von Cork dieselben Hauptfiguren haben werden und sich dieses Thema wie in einer Endlosschleife wiederholen wird.

An der Geschichte an sich gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Spannend und durchaus packend erzählt Vena Cork eine gut durchdachte und schaurige Episode aus dem Alltag einer Lehrerin und Schauspielerin (dieselben Berufe hat die Autorin übrigens auch schon ausgeübt). Anders als in „Galerie der Angst“ überzeugt und fesselt die Handlung von Anfang bis Ende und hält den Leser durchweg in Atem. Wären die leider sehr befremdlichen Übereinstimmungen mit dem ersten Buch der Autorin nicht, wäre „Augen in der Nacht“ ein durchaus passabler Thriller geworden. So fragt man sich allerdings unwillkürlich, ob Corks Spektrum nicht etwas sehr begrenzt ist und ihre Einfälle nicht über das bereits Geschriebene hinausreichen. Allen Thriller-Fans lässt sich deshalb nur raten, „Augen in der Nacht“ zu verschlingen und bei allen weiteren Büchern der Autorin Vorsicht walten zu lassen.

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