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Kommende Buchkritiken
Der heilige Eddy
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Autor
Jakob Arjouni
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 978-3-257-06685-2 Erscheinungsdatum (D) Februar 2009 Erschienen 2009 Seiten 256 |
Inhalt
Eigentlich ist Eddy leidenschaftlicher Musiker. Da er davon allerdings nicht ausschließlich leben kann, betätigt er sich nebenbei als Trickbetrüger. Geschickt nimmt er gutbetuchte Leute aus und verbringt somit ein sorgenloses Leben. Dann geschieht jedoch ein dummer Zufall, der den sonst so souveränen Eddy aus der Bahn zu werfen droht: Vor seiner Wohnung verunglückt der bekannteste Geschäftsmann Berlins, Horst König, tödlich. Da es offensichtlich erscheint, dass Eddy für den Tod Königs verantwortlich gemacht wird, lässt er ihn verschwinden. In den kommenden Wochen avanciert der Königsmord zum Berliner Medienereignis. Die ganze Stadt ist in Aufruhr und die Suche nach dem Mörder allseits präsent. Schon bald würde Eddy nichts lieber machen, als das ganze Missverständnis aufzuklären. Doch unglücklicherweise hat er sich bis über beide Ohren in Romy, die bildschöne Tochter von Horst König, verliebt und möchte deren Zuneigung nicht verlieren.
Buchkritik von Kathrin Lang
Mit seinem neusten Werk „Der heilige Eddy“ beweist der deutsche Autor Jakob Arjouni einmal mehr sein Talent für den geschärften Blick auf unsere Gesellschaft. Treffender könnte man die Gegenwart in 256 Seiten wohl nicht einfangen. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es ihm, eine Geschichte zu erzählen, die alles mit sich bringt was sie haben muss. Sie ist ernsthaft was den Inhalt anbelangt und gewitzt, wenn man die Sprache betrachtet. Nicht selten enden die toll geschliffenen Dialoge mit einer grandiosen Pointe, die den Leser laut auflachen lässt. Freizügig, meist ohne große Umschweife, lässt Arjouni seinen Protagonisten agieren und trifft damit genau den Nerv des Lesers. Es macht Spaß zu beobachten, wie es Jakob Arjouni scheinbar mühelos gelingt, zwischen den Genres zu wandern: Ernst und spannend, schon fast einem Kriminalroman ähnlich, und dazwischen immer der gewitzte Tonfall und das unbeschwerte Leben des „heiligen Eddys“.


