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Kommende Buchkritiken
Slam
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Autor
Nick Hornby
Genre Roman
Verlag Knaur ISBN 978-3-426-50404-8 Übersetzung Clara Drechsler, Harald Hellmann Erscheinungsdatum (D) Mai 2009 Erschienen 2009 Seiten 352 |
Inhalt
Sam ist 15 Jahre alt, seine Mutter 32 und Freundin Alicia schwanger. Nicht gerade die beste Ausgangssituation für Sam, der sich seine Zukunft eigentlich ganz anders vorgestellt hat. Ein großer Skater wollte er werden, genau so wie sein Vorbild und heimlicher bester Freund Tony Hawk. Der Traum hat sich nun jedoch ausgeträumt – und zwar ordentlich. In neun Monaten soll das Board gegen Windeln getauscht und das Teeniezimmer zum familiären Schlafzimmer umfunktioniert werden. Uff, da kann es einem schon mal ganz anders werden…
Buchkritik von Kathrin Lang
Ein „Slam“ ist ein Unfall beim Skateboarden. Im Falle von Nick Hornbys gleichnamigen Werk ist dieser Ausdruck jedoch doppeldeutig zu verstehen: Der 15-jährige Protagonist Sam verunglückt nämlich nicht nur gelegentlich auf dem Skateboard, sondern hat sich durch einen Unfall im Bett erst richtige Probleme eingeheimst. Er ist blutjung, unreif, hat seine Zukunft noch nicht einmal begonnen und soll nun Vater werden. Autor Nick Hornby, der mit Werken wie „High Fidelity“ und „About a Boy“ zum Kultautor avancierte, hat sich mit der Geschichte, die sein Roman „Slam“ erzählt, keine einfache Aufgabe gestellt. Mit seinen 50 Jahren muss es ihm erst einmal gelingen, sich zurück in die Jugendjahre zu katapultieren und eine glaubhafte Geschichte über einen Teenager zu erzählen, der sich in der Situation wieder findet, zu früh Erwachsen werden zu müssen. Für Hornby jedoch offensichtlich eine spielendleichte Aufgabe, die er mit Bravour meistert. Er greift die Jugendsprache auf, nimmt sich deren Slang an und wirkt dabei niemals aufgesetzt oder gar übertrieben cool. Sein Sprachgebrauch ist einwandfrei, ebenso wie sein Talent, die Welt rund um Sam und sein chaotisches Leben aufzubauen und erblühen zu lassen. Schnell schließt man den Ich-Erzähler in sein Herz, lebt und leidet mit ihm. Mit einer herrlichen Ironie, die nicht selten in einer fantastischen Komik gipfelt, lässt der Autor Sam von seinem Leben berichten. Dabei greift Hornby immer wieder in die Trickkiste des Erzählens und verleiht seiner Geschichte mit direkter Leseransprache und Zeitsprüngen in die Zukunft die richtige Würze an spannender Unterhaltung. Mit „Slam“ beweist Nick Hornby auf ein Neues sein brillantes Erzähltalent, das stellenweise einfach nur Staunen lässt und über die eine oder andere Länge der Geschichte sogar beinahe gänzlich hinwegtröstet. "Slam" macht einfach Spaß!


