Sonntagsgeld

Zondagsgeld

Sonntagsgeld

Autor Philip Snijder Genre Roman
Verlag Claassen
ISBN 978-3-546-00434-3
Übersetzung Eva Schweikart Erscheinungsdatum (D) November 2008   
Erschienen 2007  Seiten 171

Inhalt

Bis ins kleinste Detail vertraut ist er mit den Grachten und Straßen von Bickerseiland. Die ärmlichen Gegend um Amsterdam kennt er wie seine Westentasche, hier wurde er geboren und dort hat er auch seine Kindheit verbracht. Der elfjährige Erzähler lässt den Leser an seinen gesammelten Erfahrungen teilhaben - am aufregenden und gewöhnungsbedürftigen Leben mit seiner clanartigen Familie, an seinem Alltag, der Schule und vor allem am Übergang zwischen seiner Kinder- und Jugendzeit. Von jetzt an beginnt er nachzudenken über seine bequeme, arbeitslose Verwandtschaft, seine Intelligenz und über eine Zukunft außerhalb von Bickerseiland…

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs Mit wenigen Worten und ohne Umschweife erzählt Philip Snijder eine interessante Geschichte mit vielen Facetten, die sofort vor dem inneren Auge des Lesers lebendig wird. Schauplatz des Romans ist ein kleines Gebiet in den Niederlanden, das Bickerseiland. Hier wächst der namenlose elfjährige Erzähler auf - abgeschottet vom Rest der Welt, fixiert auf dieses kleine Gebiet, das fast ausschließlich von Verwandten und Bekannten bevölkert wird. Er lässt den Leser teilhaben an einer Kindheit, die geprägt ist von arbeitslosen Männern, die ihre Zeit rauchend an Straßenecken verbringen, von einer eigensinnigen Großfamilie, deren Horizont äußert beschränkt ist und vom späteren Wunsch nach dem Ausbruch aus dieser ärmlichen Gesellschaftsschicht. Obwohl über der kurzen Erzählung immer ein Hauch von Pessimismus liegt, kann sich der Leser so manches Schmunzeln nicht verkneifen, muss lachen ob der Komik, die sich aus einigen Situationen ergibt. So erzählt “Sonntagsgeld” vom Erwachsenwerden eines Jungen, das mit seinen tragischen und lustigen Elementen ab und zu fassungsloses Kopfschütteln hervorruft, aber vielleicht gerade deshalb äußerst lebensecht wirkt und dem Leser eine reale Vorstellung der Ereignisse vermittelt.

Besucherbewertung

0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.