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Kommende Buchkritiken
Die Päpstin
Pope Joan
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Autor
Donna W. Cross
Genre Historischer Roman
Verlag Rütten & Loenig Berlin ISBN 3-089604-560-1 Übersetzung Wolfgang Neuhaus Erscheinungsdatum (D) 1996 Erschienen 1996 Seiten 566 |
Inhalt
Im Jahr des Herrn 814 wird dem Dorfpriester in Ingelheim und seiner Frau die Tochter Johanna geboren. Eine stürmische Nacht, die Vorbote für das stürmische Leben des Mädchens sein soll. Schon früh zeigt sich, dass Johanna intelligent und aufgeweckt ist. Eigenschaften, die einem Mädchen zu dieser Zeit nicht zustehen. Heimlich lernt sie mit ihren Brüdern, und irgendwann gibt ihr Vater nach und gestattet ihr widerwillig eine Ausbildung an der Domschule. Als die Normannen über das Land kommen und alles verwüsten, fasst die zur Frau herangewachsene Johanna einen mutigen Entschluss: Um weiter lernen zu können, verkleidet sie sich als Junge und geht ins Kloster nach Fulda. Ein weiterer ungewöhnlicher Schritt in einem ungewöhnlichen Leben, das Johanna bis an den Hof von Paps Sergius II führen soll. Hier gerät sie als Leibarzt des Papstes bald in ein Netz aus Lügen, Korruption und Machtgier. Trotz der ständigen Angst, als Frau entlarvt zu werden, gelingt Johanna ein sagenhafter Aufstieg innerhalb der Kirche bis das Unfassbare geschieht: Sie wird zum neuen Papst ausgerufen…
Buchkritik von Melanie Frommholz
Als Papst Anglicus soll tatsächlich eine Frau einst den Papstthron bestiegen haben. Eine Ungeheuerlichkeit, die nach dessen Tod schnellsten aus den Geschichtsbüchern getilgt wurde. Dennoch hat die Legende die Zeit überdauert und gibt nach wie vor Anlass zu Spekulationen. Mit ihrem Buch „Die Päpstin“ hat sich Donna W. Cross nun auf die Spur dieser bemerkenswerten Frau gemacht und ihr eine Geschichte, eine Vergangenheit gegeben. Herausgekommen ist ein kraftvoller und mitreißender Roman, der einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Am Ende zweifelt man eigentlich nicht mehr, dass es tatsächlich eine Frau auf den „Thron“ der Katholischen Kirche geschafft hat.

