Die Tulpe des Bösen

Die Tulpe des Bösen

Autor Jörg Kastner Genre Historischer Roman
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-66262-5
Erscheinungsdatum (D) November 2008   Seiten 455

Inhalt

Amsterdam, Mitte des 17. Jahrhunderts. Ein unheimlicher Mörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer sind Mitglieder der „Verehrer der Tulpe“, einer Gesellschaft, der vornehmlich wichtige und angesehene Bürger Amsterdams angehören. Diese Vereinigung geht auf das so genannte Tulpenfieber zurück, das bis vor kurzem in den Niederlanden grassierte. Dabei verlor manch ein „Tulpenliebhaber“ Haus und Hof. Doch die „Verehrer der Tulpe“ treffen sich weiterhin regelmäßig, um ihrer Leidenschaft zu frönen.

Die Ermittlungen in den beiden Mordfällen führt Inspektor Jeremias Katoen, den vor allem beschäftigt, dass beide Opfer das Blütenblatt einer äußerst seltenen Tulpenart in der Hand halten. Diese Tatsache bringt ihn auf die Spur eines extrem gefährlichen Exemplars dieser Gattung, hinter dem sowohl die fanatischen Tulpenliebhaber als auch die ebenso fanatischen Tulpenhasser her sind. Diese Tulpe wurde einst im Osmanischen Reich gestohlen und in die Niederlande gebracht und befindet sich nun ganz offensichtlich in den falschen Händen. Mithilfe eines kleinen Waisenjungen und einer wagemutigen jungen Frau macht Katoen sich auf die Jagd nach dem mysteriösen „Tulpenmörder“.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs All jene Leser, die schon den einen oder anderen historischen Roman gelesen haben, werden bei die „Tulpe des Bösen“ kaum Überraschungen erleben. All die typischen Elemente eines historischen Kriminalromans werden hier einzeln und fein säuberlich abgerufen, was dieses Buch leider oft sehr vorhersehbar macht. Katoen ist ein Held mit wenig Tiefgang und ohne die Ecken und Kanten, die ihn sympathisch machen würden. Auch alle anderen Figuren bleiben eher an der Oberfläche, lediglich die laszive Catrijn bietet einigen Raum für Spekulationen und Vermutungen.

Handwerklich gesehen hat Kastner seine Sache durchaus gut gemacht, doch die Geschichte an sich hat einige ärgerliche Lücken und kann nicht durchweg überzeugen. Die Auflösung überrascht dann auch kaum noch, hat man doch eigentlich schon geahnt, wohin das Ganze führen wird. „Die Tulpe des Bösen“ ist nette Unterhaltung für zwischendurch – nicht mehr und nicht weniger!

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