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Kommende Buchkritiken
Meister der 13 Stühle
The Master of the Fallen Chairs
|
Autor
Henry Porter
Genre Jugendbuch
Verlag Loewe ISBN 978-3-7855-6362-5 Übersetzung Anne Braun Erscheinungsdatum (D) Juni 2008 Erschienen 2008 Seiten 336 |
Inhalt
Das alte Haus Skirl ist nicht nur Furcht einflössend, sondern auch zutiefst beängstigend. Offenbar spuken Geister in den Fluren umher und hinterlassen geheimnisvolle Botschaften. Und jetzt ist auch noch ein Unglück geschehen. Nachdem ein Dienstmädchen verschwunden ist und ein seltsam sprechender Fremder in Skirl auftaucht, kommt die Wahrheit ans Licht. Der junge Kim weiß nicht mehr, was er tun soll. Anscheinend liegt ein Fluch auf seiner Familie und er soll das nächste Opfer sein. Ihm bleibt nur ein Ausweg: Der Weg zurück durch die Zeit. Doch will er das kommende Abenteuer überhaupt bestehen? Wird er überleben? Wer sind seine Freunde, wer seine Feinde? Der Junge weiß es nicht, was die kommenden Stunden und Tage zu einer echten Tortur werden lassen…
Buchkritik von Thomas Ays
Henry Porters „House of Skirl“ oder „Meister der 13 Stühle“ ist vor allem eines: Staubtrocken. Der Autor versteht es überhaupt nicht, seine zweifelsfrei gute Storyidee fesselnd umzusetzen. Bereits nach wenigen Seiten hat man auf die Geschichte keine Lust mehr und will einfach nur noch aufhören. Sollte ein Buch nicht zum Lesen animieren, als eher abzuschrecken, weiterzulesen?
Die Figuren bleiben während des Handlungsverlaufs blass und ausdruckslos und machen deutlich, dass Porter auch keine Figurenzeichnung beherrscht. Kim ist einem auch nach hundert Seiten vollkommen egal und auch wer hier böse und gut ist, will man irgendwann einfach nicht mehr wissen.
Es ist bedauerlich, denn „Meister der 13 Stühle“ wäre es mit Sicherheit wert gewesen, eine packende und mitreißende Erzählform zu bekommen, so will man jedenfalls nicht wissen, was die Hauptfigur alles erlebt und vor allem: Wieso? Originelle Jugendfantasy sieht definitiv anders aus!
Es ist unklar, ob es vielleicht auch an der deutschen Übersetzung liegt, dass „Meister der 13 Stühle“ nicht fesseln will. Wie dem auch sei: Junge Leser sollten dann doch zu originellerer Lesekost greifen.
