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Kommende Buchkritiken
Das geheime Leben der Puppen
The Doll People
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Autor
Ann M. Martin und Laura Godwin
Genre Kinderbuch
Verlag omnibus ISBN 978-3-570-21915-7 Übersetzung Eva Riekert Erscheinungsdatum (D) August 2008 Seiten 272 |
Inhalt
Anabelle ist acht Jahre alt - und das schon seit einhundert Jahren. Wie das möglich ist? Ganz einfach: Anabelle ist eine Puppe. Sie lebt in einem winzigen Haus, trägt kleine Kleider und ist zum Spielen da. Doch Anabelle ist keine gewöhnliche Puppe - sie lebt, kann sprechen und sich selbstständig fortbewegen - genau wie alle anderen Mitglieder ihrer Familie auch. Da wären Papa und Mama Puppenheimer, ihre Geschwister, die Nanny, ihr Onkel und, ja - und Tante Sarah. Sie umgibt ein besonderes Geheimnis, denn Anabelles Tante ist schon seit sechzig Jahren verschwunden. Von ihr existiert nur noch ein eigenartiges Tagebuch, das von verschiedenen Expeditionen erzählt. Sollte ihre Verwandte sich tatsächlich getraut haben, in die Welt der Menschen zu gehen? Kurzerhand macht sich das Puppenmädchen auf die Suche nach ihr, doch sie muss vorsichtig sein. Weder darf sie von den Menschen entdeckt werden, noch darf sie der hinterlistigen Katze in die Fänge geraten. Auf ihrer Erkundungstour muss sie Gefahren überstehen, erlebt Abenteuer - und deckt ein Geheimnis auf, mit dem sie nicht gerechnet hätte.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, dass sein Spielzeug wirklich sprechen kann, einem abenteuerliche Geheimnisse erzählt oder einen in eine märchenhafte Traumwelt entführt? Mit “Das geheime Leben der Puppen” haben die beiden Autorinnen ein reizendes Buch entstehen lassen, das einen Kindertraum wahr werden lässt. Dass Puppen lebendig sind und in einer eigenen kleinen Welt leben, dürfte vor allem für Mädchen eine bezaubernde Geschichte sein. Die riskante Puppenstarre, das kuriose Verschwinden von Tante Sarah, das Geheimnis von Anabelles Eltern - das alles macht dieses Kinderbuch zu einem hinreißenden Lesevergnügen und lässt Kinderfantasien Hochflüge erleben. So kann man auch getrost über die wenigen Längen hinwegsehen und in eine Welt eintauchen, die der unseren ähnelt und dennoch eine ganz eigene ist. Nur diejenigen, die keine Puppen mögen, sollten besser zu anderer Lektüre greifen. Doch lest am besten selbst, wie sich Anabelle auf die Suche macht, was sie dabei erlebt und was wirklich hinter dem Tagebuch von Tante Sarah steckt.

