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Kommende Buchkritiken
Die letzte Rose des Sommers
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Autor
Waldtraut Lewin
Genre Jugendbuch
Verlag cbt ISBN 978-3-570-30345-0 Erscheinungsdatum (D) Juli 2008 Seiten 319 |
Inhalt
Als der junge korsische General auf einer prunkvollen Abendgesellschaft die bezaubernde Joséphine kennen lernt, ist er sofort hingerissen. Die schöne Frau fasziniert ihn und ständig muss er an sie denken. Schon bald wird er sie wieder sehen, nicht ahnend, dass sie einmal als Kaiserin an seiner Seite stehen wird. “Die letzte Rose des Sommers” erzählt die Liebesgeschichte von Napoleon Bonaparte und Joséphine Beauharnais von ihren glänzenden Höhepunkten bis zum bitteren Fall – vom Anfang bis zum Ende.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Hatte man von diesem Roman erwartet, eine packende Liebesgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen vor sich zu haben, so muss man sich bald auf etwas anderes einstellen. Eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen ist es schon, die Waldtraut Lewin uns hier erzählt, aber eben nicht in Romanform. “Die letzte Rose des Sommers” ist eher eine Geschichtsdarstellung, sachlich und beschreibend ist sie und auch ein wenig kritisch. Hier geht es vordergründig um eine historisch korrekte Schilderung der Fakten, nicht um die Beschreibung der sentimentalen Seite von Napoleon Bonaparte. Hat man sich darauf erstmal eingestellt, ist Napoleons Geschichte mit besonderem Augenmerk auf seine Beziehung zu Joséphine durchaus einen Blick wert. Die Autorin entführt uns in eine schillernde Vergangenheit, als die wohlhabenden Frauen noch Musselinkleider trugen und in Kutschen vorfuhren, als man sich noch zu Gesellschaften zusammenfand, und nicht zu Partys ging und eben, als Napoleon noch lebte. Hier wird unbeschönigt, aber dennoch nicht negativ die Geschichte des kleinen Korsen erzählt und das in erfrischender, einfacher Sprache, die sich bestens für junge Geschichtsinteressierte eignet. Vor allem die Geschichtsdarstellung aus Sicht des einstigen französischen Machthabers macht den Reiz daran aus und so wird dieser Exkurs in die Vergangenheit sicher nicht langweilig.

