Der Tote im Schnee

Prinsessan av Burundi

Der Tote im Schnee

Autor Kjell Eriksson Genre Krimi
Verlag Aufbau Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-7466-2155-5
Übersetzung Paul Berf Erscheinungsdatum (D) 2003   
Erschienen 2000  Seiten 336

Inhalt

Als Berit Jonsson eines Abends im Dezember auf ihren Mann John wartet, ahnt sie schon, dass etwas Schlimmes geschehen sein muss. Berit wartet vergebens auf ihren John, und als am nächsten Tag auf einer Schneekippe bei Uppsala ein Toter entdeckt wird, bestätigt sich ihre düstere Vorahnung. John Jonsson wurde brutal gefoltert und dann ermordet. Der zuständigen Polizeibehörde ist „der kleine John“ kein Unbekannter – über ihn und seinen älteren Bruder Lennart existieren einschlägige Akten. Diesem droht der Tod seines kleinen Bruders schier den Boden unter den Füßen wegzuziehen – er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, ohne zu ahnen, in welche Gefahr er sich damit begibt.

Auch Ann Lindell, eigentlich zur Genüge mit ihrer neuen Aufgabe als Mutter eines kleinen Sohnes beschäftigt, lässt sich nur zu gerne in die Ermittlungen hineinziehen. Eigentlich sollte sie mitten in den Festtagsvorbereitungen stecken, haben sich doch ihre Eltern zum Weihnachtsfest angekündigt. Doch Ann packt die wohlbekannte Leidenschaft für ihren Beruf – und ihren Kollegen Ola Haver, in den sie ein klein wenig verliebt ist. Und ehe sie es sich versieht, steckt sie mitten in den Ermittlungen zu einem Mordfall, der einige Überraschungen für sie bereithält.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs „Der Tote im Schnee“ scheint uns Schweden in seiner ganzen Faszination zu präsentieren. Der Leser wird mit einer Welt konfrontiert, wie er sie bestenfalls aus Erzählungen von Astrid Lindgren kennt. Wenn von meterhohen Schneebergen die Rede ist, von ganzen Räumtrupps, die die Schneemassen auf eigene Schneekippen schaffen, dann können wir nur staunen. Wenn in dieser faszinierenden und klirrend kalten Kulisse dann noch ein Mord geschieht, ist das die ideale Grundvoraussetzung für einen spannenden und packenden Kriminalroman.

Zugegeben, es ist wenig spektakulär, was hier vor sich geht, die Geschichte an sich bietet wenig Neues oder gar aufregende Wendungen. Und doch gelingt es Eriksson, eine bedrohliche und düstere Atmosphäre zu schaffen, die den Leser gewissermaßen in ihren Sog zieht. Vor allem seine klare und schnörkellose Sprache, die irgendwie zur schwedischen Landschaft zu passen scheint, zeichnet Erikssons Romane aus. Ann Lindell ist eine sympathische, unkomplizierte und völlig unspektakuläre Ermittlerin, die vor allem durch ihre menschlichen Züge überzeugen kann. Ihre kleinen privaten Katastrophen sind den meisten von uns nur zu bekannt, und voller Mitgefühl bangen und hoffen wir mit dieser engagierten Ermittlerin. „Der Tote im Schnee“ ist ein Krimi, der einen nicht unbedingt vom Hocker reißt, der aber eine angenehme und spannende Lektüre verspricht.

Wissenswertes

Ann Lindell ermittelt in folgenden Fällen:

Nachtschwalbe
Der Tote im Schnee
Das Steinbett
Die grausamen Sterne der Nacht
Rot wie Schnee
Schwarze Lügen, rotes Blut
Offenes Grab

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