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Kommende Buchkritiken
Ohne jede Spur
Missing
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Autor
Mary Stanley
Genre Krimi
Verlag Knaur ISBN 978-3-426-63959-7 Übersetzung Michaela Grabinger Erscheinungsdatum (D) August 2008 Erschienen 2002 Seiten 485 |
Inhalt
Nach außen hin sind die Dunvills eine glückliche Familie mit drei reizenden Töchtern. Auch die Dunvills selber sehen sich so, doch Becky, die mittlere Tochter sieht das ein wenig anders. Bella, die ältere Schwester ist der Star der Familie, aber nur den Eltern gegenüber das brave Mädchen. Brona, die Jüngste, gibt sich verzogen und aufsässig. Becky durchschaut die Spielchen ihrer Schwestern, doch weiß sich nicht zu helfen. Als Bella plötzlich verschwindet gerät das Leben der Dunvills aus den Fugen und Becky erkennt, dass ihre Schwester Bella seit Jahren ein Doppelleben führte.
Buchkritik von Melanie Frommholz
„Ohne jede Spur“ ist ein routiniert geschriebenes Buch, das sich flüssig liest und auch großes Potenzial zur kurzweiligen Urlaubslektüre besitzt. Leider kommt der auf dem Klappentext angepriesene Thriller-Anteil jedoch zu kurz. Die Geschichte verabschiedet sich bald vom Kriminalfall und wird zum Psychogramm einer Familie, die mit all ihren unausgesprochenen Problemen kämpft. Die Autorin bleibt hier jedoch bei vielen ihrer Figuren an der Oberfläche und auch die zentrale, wenn auch nicht lange tatsächlich anwesende Hauptfigur Bella wird wenig beleuchtet. Zwar bemüht sich Mary Stanley um Tiefe und Vielschichtigkeit, bleibt jedoch bei ihrer Erzählerin „Becky“ auf der Stufe „Mädchen in der Pubertät auf Identitätssuche“ hängen. Auch die in der zweiten Hälfte eingestreuten Zeitsprünge verraten eher zu viel, als dass sie die Spannung am Leben erhalten. Die gestreuten Familienrätsel lösen sich zu dem schneller, als offensichtlich geplant und so verliert die Geschichte gegen Ende zunehmend an Elan. Was bleibt ist eine gut lesbare Durchschnittsgeschichte, der die wahren Highlights aber leider fehlen.

