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Kommende Buchkritiken
Der Antiquar von Konstantinopel
The Snake Stone
|
Autor
Jason Goodwin
Genre Historischer Roman
Verlag Piper ISBN 978-3-49205-196-5 Übersetzung Martin Hielscher Erscheinungsdatum (D) September 2008 Seiten 336 |
Inhalt
Konstantinopel Mitte des 19. Jahrhunderts: Eine unaufgeklärte Mordserie hält die Stadt in Atem. Nachdem ein griechischer Buchhändler tot aufgefunden wurde, wird jetzt nach einem Archäologen gesucht, der spurlos verschwunden ist. Wie viele Tote soll es noch geben? Wer steckt dahinter und welches Motiv könnte er haben? Diese Fragen stellt sich auch Yaschim, seines Zeichens Eunuch im Sultanspalast. Kurzerhand macht er sich auf die Spur, will Antworten auf seine Fragen erhalten. Dabei begibt er sich selbst in Gefahr und dringt in unterirdische Reiche vor, die nur wenige vor ihm zu Gesicht bekommen haben…
Buchkritik von Karolin Kullmann
Jason Goodwin hat mit diesen Werk einen intelligenten Krimi erschaffen und gekonnt in eine faszinierende Welt eingefügt. Das historische Ambiente, das Flair des alten Istanbul nehmen den Leser auf eine bezaubernde Reise in den Orient mit, rufen wunderschöne, exotische Bilder der Stadt und der Lebensphilosophie hervor und lassen sich ihn in dieser Atmosphäre über eine rätselhafte Mordserie den Kopf zerbrechen. Der Autor legt gekonnt Spuren, setzt uns ein Rätsel nach dem anderen vor, schafft es aber auch immer wieder, falsche Fährten zu legen und macht Andeutungen, die unser Gehirn richtig ankurbeln. Dieser Roman erfordert permanente Aufmerksamkeit und wachsames Lesen, wenn man die Zeichen richtig deuten will und sich über der scharfsinnigen, ausgeklügelten Schreibweise nichts entgehen lassen will. Auch mit den Opfern in seiner Geschichte spielt Goodwin heimliche Spielchen, lässt sie bittere Qualen auf sich nehmen und grausam sterben. Das alles trägt dazu bei, dass mit “Der Antiquar von Konstantinopel” ein gelungener, lesenswerter Kriminalroman entstanden ist, der aus dem Genre heraus sticht. Nur die immer wieder auftauchenden Rechtschreibfehler sollte der Verlag noch einmal überprüfen, denn an dieser Stelle wurde keine allzu überragende Arbeit geleistet.
