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Kommende Buchkritiken
Die Spionin
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Autor
Corina Bomann
Genre Historischer Roman
Verlag Knaur ISBN 978-3-426-66314-1 Erscheinungsdatum (D) April 2008 Seiten 659 |
Inhalt
London im Jahre 1585: Alyson ist Waisenkind und muss sich und ihre Geschwister mit kleinen Diebstählen am Leben erhalten. Als sie auf einem ihrer Beutezüge einen Mord beobachtet, muss sie überstürzt durch die Straßen Londons flüchten. Das Mädchen kann sich zwar vor den Mördern retten, wird aber von der Polizei aufgeschnappt und in den Tower gebracht. Dort steht sie niemand geringerem gegenüber als Sir Francis Walsingham, dem ersten Minister der Königin. Er macht Alyson ein Angebot, das sie mit einem Schlag von all ihren Existenznöten befreien und sie sogar bis an den Hof von Elisabeth I. bringen könnte: Das junge Mädchen soll zur Spionin ausgebildet werden und von nun an ihrem Land und der Königin dienen - wenn nötig, auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens…
Buchkritik von Karolin Kullmann
Obwohl “Die Spionin” Corina Bomanns erster großer historischer Roman ist, versteht sie es, den Leser von Anfang an bei Laune zu halten. Hat man sich erstmal an die Ich-Erzählperspektive gewöhnt, gerät man immer tiefer in die Fänge der Geschichte. Fasziniert blickt man auf des Leben von Alyson, auf ihre anfängliche Armut und die darauf folgende abenteuerliche Ausbildung. Fast schon meint man, wirklich dabei zu sein beim harten, unerbittlichen Training des Mädchens und kann ihn förmlich spüren, ihren eisernen, unbeugsamen Willen, der sogar ein wenig auf den Leser abfärbt. Auch die endgültige Arbeit als Spionin ist meisterhaft beschrieben, treibt den Leser an, immer Neues über das Leben der Protagonistin zu erfahren, das doch so sehr dem Leben als Schauspieler gleicht. Wie sehr wünscht man sich, neben der Meisterspionin zu stehen, mit der gleichen diebischen Schläue, Kraft und Anmut ausgestattet zu sein.
Mit dieser Geschichte bietet Corina Bomann etwas Neues, Frisches, das sich ganz eindeutig aus dem Einerlei der historischen Romane abhebt. So ist es auch kein Wunder, wenn man “Die Spionin” binnen kürzester Zeit verschlungen hat.
