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Kommende Buchkritiken
Erinnerung an einen Mörder
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Autor
Petra Hammesfahr
Genre Krimi
Verlag Wunderlich ISBN 978-3-8052-0860-4 Erscheinungsdatum (D) August 2008 Seiten 441 |
Inhalt
Der achtjährige Felix erlebt das Schlimmste, was einem Kind passieren kann: Seine Mutter und seine Schwestern werden auf brutale Art und Weise ermordet, nur ein Zufall verhindert es augenscheinlich, dass auch Felix dem Mörder zum Opfer fällt. Und doch wird der Junge Stunden nach der Tat mit Stichverletzungen im Hals in der Stadt aufgegriffen. Felix ist über und über mit Blut besudelt – und nicht nur mit seinem eigenen Blut. Der Achtjährige muss zu Hause gewesen und womöglich sogar Zeuge der Familientragödie geworden sein.
Doch jahrelang kann Felix sich an gar nichts erinnern, wächst wohlbehütet bei Tante und Onkel auf, die versuchen, alle Erinnerungen von ihrem Neffen fernzuhalten. Immer wieder quält sich der Junge allerdings mit der Frage, was aus seinem Vater geworden ist, wie viel Schuld den an der Bluttat trifft. Als Felix sechzehn wird, beschwört ein harmloses Ereignis plötzlich Bilder in seinem Kopf herauf, die er überhaupt nicht einordnen kann. Er beginnt, Fragen zu stellen und glaubt schließlich, eine Ahnung davon zu bekommen, was damals tatsächlich geschehen ist. Doch die Wahrheit schlummert dunkel hinter dem, was Felix jetzt zu wissen meint.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wieder einmal erzählt Petra Hammesfahr eine Geschichte, bei der weniger der Mordfall im Vordergrund steht, sondern vielmehr das Schicksal der beteiligten Personen. Mit psychologischem Gespür setzt sich die Autorin mit der Seele eines traumatisierten Kindes auseinander, macht deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn die Realität komplett abgespalten wird. Sehr realistisch und authentisch schildert Hammesfahr, wie die Fassade allmählich bröckelt und nach und nach die Wahrheit ans Licht kommt.
Die Geschichte an sich leidet allerdings etwas unter der starken Fokussierung auf die Charaktere und deren Motive. Immer wieder entsteht eine neue Version der möglichen Ereignisse und des Tatmotivs. Irgendwann mag man es einfach nicht mehr hören. Die Geschehnisse zum Tatzeitpunkt werden scheinbar bis zum Exzess durchgekaut und dabei verliert die an sich gut konstruierte Geschichte allmählich jedes Fünkchen von Spannung. Hinzu kommt eine immer unübersichtlicher werdende Fülle von Figuren, die man irgendwann nicht mehr wirklich überblicken kann. Die Auflösung überrascht dann schon gar nicht mehr und wirkt fast schon banal. Schade, aus dieser an sich guten Idee hätte mehr herausgeholt werden können.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
lena schreibt am 27.04.12, 19:32
Ich finde das buch sehr spannend und ich lese gerne sowleche bücher was mir fällt ist ein bicheln mehr brutalietät aber das ist geschmackssache
