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Kommende Buchkritiken
Bossa Nova. Ein Provinzroman
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Autor
Johano Strasser
Genre Roman
Verlag Pendo ISBN 978-3-86612-172-0 Erscheinungsdatum (D) Februar 2008 Erschienen 2008 Seiten 171 |
Inhalt
Vresen ist eine typische, langweilige Kleinstadt irgendwo in der tiefsten Provinz Norddeutschlands. Bekannt ist das Städtchen nur durch einen Paketmörder, der in den sechziger oder siebziger Jahren in Vresen sein Unwesen trieb - wobei dieser genau genommen auch nur aus einem Nachbarort Vresens stammte. Seit Jahren schon ist hier also nichts bemerkenswertes mehr passiert, der immer gleiche Alltag plätschert dahin und eigentlich hatten Alfred, Bernd, Manne und Kalle, die sich allabendlich bei Karl im „Bossa Nova“ auf ein Feierabendbier treffen, nicht wirklich ein Problem mit dieser Ereignislosigkeit. Doch irgendwann bemerkt Kalle, dass sein Leben und das Leben seiner Freunde vielleicht doch nicht so ruhig und beschaulich ist, wie angenommen. Alfred gibt seinen Hund weg und verkauft seinen Kiosk, um in die Ferne zu reisen, Bernd wird durch eine schlimme Diagnose völlig aus der Bahn geworfen und Kalles Frau und ihre Freundinnen beschließen, sich selbständig zu machen. Da beschließt auch Kalle, der Alltäglichkeit Vresens ein Schnippchen zu schlagen.
Buchkritik von Johanna Dessecker
In „Bossa Nova“ beschreibt Johano Strasser treffend den scheinbar so alltäglichen Alltag in der Provinz. Wer schon einmal eine solche Stadt erlebt hat, der weiß, wovon der Autor spricht. Doch die Kunst Strassers ist es, diese Stadt nicht mit sensationellen und unglaubwürdigen Ereignissen künstlich zu einem spannungsgeladenen Ort zu erheben, sondern die kleinen, eher unscheinbaren Erschütterungen des Alltags und ihre Wirkung auf die festgefahrenen Haltungen der Figuren zu beschreiben. Ein Provinzroman ist „Bossa Nova“ vom Anfang bis zum Schluss - aber langweilig ist er deshalb keineswegs. Durch Witz und Augenzwinkern, aber auch durch viel Verständnis für die kleinen Katastrophen der Figuren, haucht Johano Strasser diesem Roman Leben ein.
