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Kommende Buchkritiken
Gewitternacht
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Autor
Michèle Lemieux
Genre Bilderbuch
Verlag Beltz und Gelberg ISBN 978-3-407-79360-7 Erscheinungsdatum (D) 1996 Seiten 240 |
Inhalt
Wenn es draußen dunkel wird und ein Furcht erregendes Gewitter heraufzieht, wenn es donnert und blitzt und ein Sturm tost, dann ist es am Besten, man versteckt sich im Bett, zieht die Decke über den Kopf und versucht sich so in Sicherheit zu bringen. Aber was tun, wenn man nun nicht einschlafen kann? Dann kommen die Gedanken, die einem im Kopf umherschwirren und einen zwingen, über die eigenartigsten Dinge nachzudenken: Wie, zum Beispiel, sehen Lebewesen von anderen Sternen aus? Bin ich schön? und Wo endet die Unendlichkeit? Viele solcher nächtlichen, wirren Gedanken hat Michèle Lemieux in diesem bebilderten Büchlein festgehalten und zeigt, wohin überall die Phantasie uns in einer Gewitternacht reisen lassen kann.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Wer hat sich nicht schon einmal bei tobendem Unwetter unter der Bettdecke versteck, unfähig, einzuschlafen und den Kopf voller Gedanken? Diese Gewitternacht, in die Michèle Lemieux den Leser versetzt, kann man sich samt der sonderbaren Gedanken, die in solchen Situationen in uns aufkeimen, sehr gut vorstellen. Durch den Rahmen dieser gefährlichen und dennoch gemütlichen Atmosphäre wirken die philosophischen Ideen nicht fehl am Platze, sondern fügen sich wunderbar ein. Auch die zahlreichen Bilder, die gerade durch ihre Einfachheit bestechen, tragen einiges zur Phantasie bei. So passen sie wunderbar zu den Gedankengängen der Protagonistin und lenken unsere Ideen auf spielerische Weise in viele verschiedene Richtungen. Zum Vorlesen eignet sich das Büchlein jedoch weniger, da die Vielzahl von Anregungen ein schnelles Weiterlesen einfach nicht zulässt. Vielmehr ist “Gewitternacht” eine Gedankensammlung zum Selberlesen, in dessen philosophische Fragen man sich beim Betrachten der Zeichnungen getrost fallen lassen kann.
Wissenswertes
Die Verfilmung von "Gewitternacht" wurde bei den Berliner Filmfestspielen 2004 mit dem Gläsernen Bären für den besten Kurzfilm ausgezeichnet.
