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Kommende Buchkritiken
Blutmale
The Mephisto Club
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Autor
Tess Gerritsen
Genre Thriller
Verlag Limes ISBN 978-3-8090-2505-4 Übersetzung Andreas Jäger Erscheinungsdatum (D) 2007 Erschienen 2006 Seiten 413 |
Inhalt
Es ist Heiligabend in Boston, doch bei der Pathologin Dr. Maura Isles will keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen. Denn kurz nach der Mitternachtsmette wird sie von ihrer Kollegin, Detective Jane Rizzoli an den Fundort einer Leiche bestellt. Es handelt sich um eine junge Frau, Lori-Ann Tucker, die grausam verstümmelt in ihrer Wohnung liegt. Offenbar wurde Lori-Ann Opfer eines satanischen Rituals und bei der Obduktion muss Dr. Isles feststellen, dass die abgetrennte Hand der Ermordeten von jemand anderem stammt. Als kurze Zeit später eine junge Polizeibeamtin ermordet wird – auch sie verstümmelt und mit satanischen Symbolen übersät – konzentrieren sich die Nachforschungen des Ermittlungsteams immer mehr auf das Umfeld des Geschichtsprofessors Sansone. Denn die ermordete Polizistin observierte zum Zeitpunkt der Tat gerade eine Verdächtige, die sich mit Sansone in dessen Villa getroffen hatte.
Sansone entstammt einer alten venezianischen Familie, deren Reichtum und Einfluss auf einer Stiftung mit Namen „Mephisto“ gründen. Jane Rizzoli muss feststellen, dass der Professor offenbar von einflussreichen Stellen geschützt wird, denn weder das FBI noch Interpol sind bereit, ihr Informationen über Sansone zukommen zu lassen. Der wiederum ist sehr an den Ermittlungen interessiert, und als er überraschend Maura zum Essen einlädt, scheint das für Rizzoli die Chance zu sein, mehr über den Professor und seine obskure Stiftung zu erfahren. Doch weder Maura noch Jane ahnen, welch dunkle Gefahr von „Mephisto“ ausgeht.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Immer wieder aufs Neue schafft es Tess Gerritsen, sich eine Geschichte auszudenken, die dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lässt. Dabei kann die Autorin einfach nicht verbergen, dass sie selber lange Zeit als Ärztin praktiziert hat. Detailliert und ohne Rücksicht auf Verluste schildert sie die Obduktion des Opfers, geht ausführlich auf dessen Verletzungen und auf die Veränderungen der Organe ein. Dabei bleibt sie aber immer völlig sachlich, rutscht nie ins Blutrünstige ab, was mit zur Faszination ihrer Thriller beiträgt. Der Leser bekommt gerade den Einblick, den er haben muss – doch Gerritsen erreicht dabei nie die Schmerzgrenze.
Die beiden Hauptfiguren Maura Isles und Jane Rizzoli haben sich merklich weiterentwickelt, ihr Privatleben ist mindestens genauso spannend wie der aktuelle Mordfall. Hier spürt man deutlich die Freude der Autorin an ihren Protagonistinnen, Gerritsen genießt es offensichtlich, den Leser mit immer neuen, völlig unerwarteten Wendungen zu überraschen. Der Leser bekommt mit „Blutmale“ einen durch und durch spannenden und gut konstruierten Thriller geboten, der mit immer neuen, überraschenden Details punkten kann und fiebert gleichzeitig mit zwei faszinierenden und charismatischen Heldinnen mit.
Wissenswertes
Die Maura Isles und Jane Rizzoli-Reihe umfasst folgende Bände:
Die Chirurgin
Der Meister
Todsünde
Schwesternmord
Scheintot
Blutmale
Leichenraub
Grabkammer
Totengrund
