Elfenfluch

The Land of the Silver Apples

Elfenfluch

Autor Nancy Farmer Genre Fantasy
Verlag Loewe
ISBN 978-3-7855-5014-4
Übersetzung Simone Wiemken Erscheinungsdatum (D) Januar 2008   
Erschienen 2007  Seiten 493

Inhalt

Die Abenteuer von Jack, dem Barden-Lehrling gehen weiter. Es ist noch nicht lange her, seit er mit seiner Schwester Lucy den Nordmännern entkommen konnte, da wartet auch schon ein neues Abenteuer auf ihn. Lucy scheint von Tag zu Tag unausstehlicher zu werden und als sie dann auch noch die Neufeuer-Zeremonie fast kaputt macht, ist nicht nur der Barde über ihre augenscheinliche Veränderung entsetzt. Jacks Vater beichtet nun, dass Lucy gar nicht sein leibliches Kind ist und er sich ihr Verhalten nicht erklären kann. Vielleicht ist sie besessen? Zusammen mit seinem Vater, dem Barden, Bruder Aiden und der kleinen Pega macht Jack sich auf zu einer Pilgerreise, um Lucy zu heilen. Doch unterwegs wird sie von Elfen entführt, die Gruppe muss sich gieriger Mönchen erwehren und der finstere König Yiffi von Din Guardi schickt sie in die Unterwelt.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 3 von 5 Bs Nancy Farmers „Elfenfluch“ ist nicht nur etwas für Leser, die bereits „Drachenmeer“ kennen, wo uns der Barden-Lehrling Jack das erste Mal begegnet. Obwohl die Geschichte viele Anspielungen auf den ersten Teil macht, erschließt sie sich auch ohne Vorwissen. Dennoch ist es sicherlich von Vorteil, wenn man Teil 1 bereits kennt. Leider gibt jedoch weder der Klappentext noch die Kurzinformation auf dem Buchrücken einen Hinweis auf den Zusammenhang, daher dürften viele Hinweise auf frühere Geschehnisse beim Leser wohl zu manchem gedanklichen Fragezeichen führen. Hat man sich jedoch in die Geschichte eingefunden, kann es losgehen. Die Handlung ist ganz auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten und eine einfache Sprache macht das Lesen leicht. Leider gelingt es der Autorin jedoch nicht, trotz einer Fülle vor guten Einfällen und einem bunten Mix aus Edda, christlichen Motiven und anderen phantastischen Elementen, einen konstanten Spannungsbogen aufzubauen. Selbst in dramatischen Szenen hat man den Eindruck, die Handlung plätschere eher vor sich hin. Auch wirklich charismatische Figuren fehlen und so vermisst man zunehmend den Zauber, der einer solchen Fantasygeschichte eigentlich inne wohnen sollte. Fantasyfans wird außerdem (wieder) ärgern, dass wir uns hier angeblich in Mittelerde befinden. Tolkien, der eigentliche Meister von Mittelerde, spielt sprachlich wie inhaltlich in einer ganz anderen Liga.

Wissenswertes

Die Abenteuer von Jack könnt ihr in folgenden Büchern miterleben:
Band 1:
Drachenmeer
Band 2:
Elfenfluch

Besucherbewertung

3.0 / 5  (4 votes)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.