Irgendwo

C´est égal

Irgendwo

Autor Agota Kristof Genre Kurzgeschichten
Verlag Piper
ISBN 9-783-49204-871-2
Übersetzung Carina von Enzenberg Erscheinungsdatum (D) März 2007   
Erschienen 2005  Seiten 128

Inhalt

In „Irgendwo“ vereint Autorin Agota Kristof viele Kurzgeschichten, die aus dem Leben verschiedener Menschen erzählen. Da wäre zum Beispiel eine Frau, die dem Notarzt erklären muss, wie die Axt in den Kopf ihres Mannes gekommen ist. Oder ein Mann, der in seinem Leben nur die Höhepunkte eines verwählten Anrufes kennt. Außerdem stößt man auf zwei Geschwister, deren Liebe zueinander auf skurrile Weise so innig ist, dass man den Wunsch verspürt, sofort die Polizei zu alarmieren.

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Bs Dass das Leben immer zwei Seiten hat, eine Schöne und eine Grausame, offenbart uns Autorin Agota Kristof mit ihren Kurzgeschichten gnadenlos brutal und unverblümt. Krisof gelingt es mit ihren Zeilen, auf großartige Weise beides einzufangen und skurrilharmonisch miteinander zu vereinen. Hier trifft das süße auf das bittere Leben und hinterlässt einen Leser, der sich schwankend zwischen den Welten befindet. Die menschlichen Abgründe des Seins werden hier ebenso schnell offen gelegt, wie sie von den glücklichen Momenten wieder überblendet werden. Und der Humor? Kann im Zusammenhang mit „Irgendwo“ überhaupt von Humor gesprochen werden, so muss dieser als tiefschwarz bezeichnet werden. Und obwohl dem Leser das Lachen nur all zu oft im Halse stecken bleibt, so gibt es tatsächlich auch pointierte Momente, in denen das Lachen hervordringen kann und auch darf.

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