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Kommende Buchkritiken
Anleitung zum Unglücklichsein
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Autor
Paul Watzlawick
Genre Ratgeber
Verlag Piper ISBN 978-3-492-24938-6 Erscheinungsdatum (D) 1983 Seiten 134 |
Inhalt
Was ist es, was den Menschen sein Leben lang beschäftig? Richtig, der Weg zum größten Unglück. Streben wir nicht danach, uns in unserer Vergangenheit zu verlieren und dadurch die Gegenwart trist und unbefriedigend erscheinen zu lassen? Unbedeutenden Ereignissen so viel Bedeutung beizumessen, dass man sich bis ins Unermessliche in seinen Ärger darüber hineinsteigern kann? Den Alltag mit allerlei Problemen zu belasten, die nicht nötig gewesen wären? Genau das behauptet Paul Watzlawick in seinem Buch und erzählt uns zum Beweis viele kleine Geschichten, in denen eben das passiert.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Paul Watzlawick zeigt uns in seinem Buch genau das, was der Titel verspricht: Eine Anleitung zum Unglücklichsein. Amüsant und belustigend-ironisch gibt der Psychologe uns allerlei Tipps dazu, wie sich das Glücklichsein am besten vermeiden lässt. Denn in unserer aufgeklärten Zeit, so behauptet Watzlawick sarkastisch, weiß doch jeder, dass das Streben nach dem Unglücklichsein das höchste Ziel im Leben ist. Wie sonst lässt es sich erklären, dass wir unseren Kummer immer weiter in uns hineinfressen, dass wir uns im Selbstmitleid suhlen und nicht anders können als zu bemerken, dass alle anderen stets glücklicher sind als wir. Dazu erzählt er allerlei absurde Anekdoten, die diese Annahmen zu bestärken scheinen. Mit dieser ins Gegenteil verkehrten Anleitung erklärt er uns viel verständlicher als ein Ratgeber zum Glück es je könnte, was es bedeutet, zufrieden zu sein und vor allem, welche Fehler wir machen, die uns das Tor zum Glück verschließen. So gewinnt der Leser nützliche Erkenntnisse und findet sich in Watzlawicks amüsanten Beschreibungen nicht selten sogar selbst wieder. Kein Wunder also, dass dieses kleine Büchlein mit der verqueren Logik zum Millionenbestseller geworden ist und immer wieder von so vielen Menschen gelesen wird.
