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Kommende Buchkritiken
In kalter Absicht
Det som er mitt
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Autor
Anne Holt
Genre Krimi
Verlag Piper ISBN 3-492-04423-9 Übersetzung Gabriele Haefs Erscheinungsdatum (D) 2002 Erschienen 2001 Seiten 365 |
Inhalt
Der Vater der kleinen Emilie ist verzweifelt. Nachdem er kaum den Tod seiner Frau verkraftet hat, verschwindet nun auch noch seine kleine Tochter spurlos – am hellichten Tag! Nur wenige Tage später wird der fünfjährige Kim vermisst – und schließlich tot mit einem Zettel des Mörders in der Hand aufgefunden, auf dem die Botschaft „Du hast bekommen, was du verdienst.“ zu lesen ist. Hauptkommissar Yngvar Stubo weiß, dass ihm die Zeit davonläuft, denn offensichtlich hat er es hier mit einem Serienmörder zu tun, der auch vor weiteren Morden nicht zurückschrecken wird. Er sieht keinen anderen Ausweg, als die sensible Psychologin Inger Vik einzuschalten, die eine Art Täterprofil erstellen soll.
Inger ist aber auch noch mit einem längst verjährten Fall beschäftigt. Sie stellt Recherchen über Aksel Seier an, der vor über vierzig Jahren ein kleines Mädchen missbraucht und getötet haben soll. Vor allem seine überraschende vorzeitige Entlassung aus der Haft bereitet der Psychologin einiges Kopfzerbrechen. Je länger Inger sich mit dem Verschwinden der Kinder und dem Fall Aksel Seier befasst, desto deutlicher wird für sie, dass es hier irgendwo eine Verbindung geben muss.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Ein Buch über ermordete Kinder zu lesen hat immer etwas äußerst Beklemmendes. Wenn dieses Buch dann auch noch von Anne Holt stammt, ist Gänsehaut sicher. Mit unglaublicher psychologischer Raffinesse baut die Autorin ihre Geschichte auf, lässt zutiefst überzeugende Charaktere entstehen und punktet mit großer Überzeugungskraft. Vor allem die beiden Hauptfiguren Yngvar Stubo und Inger Vik verleihen dem Roman eine fast schon beängstigende Authentizität. Keine Sekunde zweifelt man an ihren Motiven, lässt sich mittragen von ihrem verzweifelten Bestreben, die verschwundenen Kinder zu retten.
Anne Holt schafft es, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen – der der Kinder, der des Mörders und der der beiden Ermittler – und gibt dem Leser so tiefe Einblicke, lässt ihn quasi an allem teilhaben. „In kalter Absicht“ ist ein absolut packender und beängstigender Krimi, der einmal mehr zeigt, dass die Abgründe des Bösen wirklich überall lauern können.
Wissenswertes
Kommissar Yngvar Stubo und Inger Johanne Vik ermitteln in folgenden Fällen:
In kalter Absicht
Was niemals geschah
Die Präsidentin
Gotteszahl
