Die Zeit des Skorpions

Die Zeit des Skorpions

Autor Michael Wallner Genre Jugendbuch
Verlag cbt
ISBN 978-3-570-16001-5
Erscheinungsdatum (D) September 2008   Seiten 317

Inhalt

Europa in naher Zukunft: Die Erderwärmung hat weite Teile des einst fruchtbaren Kontinents in eine weite Wüste verwandelt, die schon bis zum Südrand der Alpen vorgedrungen ist. Hier verlor die gerade einmal vierzehnjährige Tonia ihren Vater und ist von nun an gezwungen, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie beschließt, als Junge verkleidet, sich den geheimnisvollen Tuareg anzuschließen. Gemeinsam machen sie sich auf, das Unmögliche möglich zu machen, um ihren Planeten zu retten. Doch ihnen steht ein gefährliches Abenteuer bevor, das Ihnen das Leben kosten könnte…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 3 von 5 Bs „Durchhalten!“ heißt im Fall von „Die Zeit des Skorpions“ die Devise. Die ersten achtzig bis einhundert Seiten von Michael Wallners Zukunftsvision sind so trocken wie die Wüste, in der die Geschichte spielt. Man kann sich weder mit den Figuren, der seltsamen Grammatik, noch der apokalyptischen Handlung anfreunden. Zu wirr, zu langatmig gestaltet sich die Geschichte um Tonia, die einem zu keinem Zeitpunkt der Handlung wirklich nahe kommt.
Dann jedoch wird es besser. Die Handlung beginnt mehr zu fesseln, die Figuren werden einen Tick sympathischer, die Ereignisse origineller. Erst diese unnötige und absolut nicht passende Liebesbeziehung reißt „Die Zeit des Skorpions“ wieder ein ganzes Stück nach unten. Dieser Handlungsverlauf lässt sich so gar nicht nachvollziehen und lässt nur den Schluss zu, dass man ein bekanntes Handlungsinstrument geschickt dazu nutzt, eine bestimme Leserschaft eben auch noch zu erreichen. Das alles hätte diese Art der Geschichte überhaupt nicht nötig gehabt und wirkt wie vieles an diesem Buch: nicht stimmig.
Dennoch ist „Die Zeit des Skorpions“ keine schlechte und eine nicht wenig erschreckende Zukunftsvision geworden, deren Botschaft ganz klar wichtig ist. Nur nützt es niemandem, wenn Kids nach fünfzig Seiten das Buch zur Seite legen. Aus dieser Geschichte hätte man weitaus mehr machen können. Schade!

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