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Kommende Buchkritiken
Sturmkämpfer
The Stormcaller
|
Autor
Tom Lloyd
Genre Fantasy
Verlag Heyne Verlag ISBN 978-3-453-52258-9 Übersetzung André Wiesler Erscheinungsdatum (D) Mai 2008 Erschienen 2006 Seiten 656 |
Inhalt
Lord Bahl erkennt seinen neuen Schüler sofort, als er vor ihm steht.
Dies ist die Geschichte Isaks, der in einem vom Chaos zerrissenen Land aufwuchs und nun unter dem Herrscher der Farlan, Lord Bahl, seine Bestimmung finden muss. Doch der Zorn der Götter scheint unberechenbar und Isak wird vor harte Prüfungen gestellt, bis er in der Lage scheint, sein Schicksal würdig zu erfüllen. Dabei scheint es zunächst undenkbar, dass sich selbiges um den Jungen erfüllen wird, zu viele Steine werden ihm in den Weg gelegt. Ob der Junge überleben wird bleibt abzuwarten…
Buchkritik von Thomas Ays
Man kann nicht in den Kopf des Autors sehen – und irgendwann möchte man das auch nicht mehr. „Sturmkämpfer“ ist das beste Beispiel dafür, dass nun mal nicht jeder Schriftsteller die unbezahlbare Gabe besitzt, eine eindrucksvolle Geschichte zu erzählen.
Es bringt nun mal nichts, wenn sich Tom Lloyd, der Autor, in seinem Land bestens auskennt, wenn er es nicht versteht, seinem Leser die Geschichte auch zu vermitteln. Hat man sich gerade an die vielen, eben beschriebenen Figuren gewöhnt, kommen wieder neue, in wieder neuen Regionen des Landes hinzu, die über Dinge schwafeln, die längst vergangen sind und mit der Handlung an sich nichts zu tun haben. Tom Lloyd macht sich gar nicht die Mühe, Dinge, Fakten und Ereignisse zu schildern. So funktioniert Fantasy und auch jede andere Geschichte anderer Genres nicht! Dabei ist es tragisch, dass es Lloyd versäumt, sich die Mühe zu machen, „kleiner zu beginnen“, um so seinen Lesern zu gestatten in die Geschichte zu finden, die es sicherlich wert gewesen wäre, gelesen zu werden. So jedoch war all die Mühe umsonst.
„Sturmkämpfer“ hätte bestimmt das Zeug zum großen Fantasyroman gehabt, herausgekommen ist jedoch eine uninspirierte Geschichte, ein unmöglicher Erzählstil und Zusammenhänge, die nur im Kopf des Autors wirklich Gestalt annehmen! Nein, danke.
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Kommentare
Kommentare
RK schreibt am 19.08.10, 15:18
Liebe Fantasy-Fans,
Ich kann Thomas Ays nur zustimmen. Ich hab das Buch als Urlaubslektüre mitgenommen und allein der Mangel an Möglichkeiten mir im Ausland einfach ein neues Buch zu holen hat mich bis zur Mitte dieses Chaoses kommen lassen.
Ich dachte zuerst es läge an mangelnder Konzentration, dass ich die hälfte nur grob verstehe aber nach doppelter Überarbeitung der ersten 100 Seiten hat sich bestätigt, dass man das Buch nur lesen kann, wenn man akzeptieren will, dass halt 70% nicht verständlich sind oder überhaupt keinen Zusammenhang haben. Die Charakäre reden urplötzlich über Verstorbene nur um dann nach 10 Seiten geplänkel festzustellen, das diese Person nichts mehr mit dem Rest des Buches zu tun haben wird.
Ich kann dieses Buch, wenn auch angeblich Andernorts "gefeiert und verehrt" wirklich nicht empfehlen.
AT schreibt am 10.01.12, 19:29
Ich kann MR zustimmen. Man wird etwas gefordert, muss etwas nachdenken. Nicht jedermanns Fantasy, aber ich fand das Buch genial, habe mir sofort den 2. und 3. Band gekauft, den 3. und 4. besitze ich sogar in Englisch. Das, muss ich allerdings zugeben, ist wirklich nicht einfach. Der englische Schreibstil von Tom Lloyd ist sehr kompliziert, wa sdaher kommen mag, dass gefühlte 70% der Dialoge zwischen Unsterblichen, Göttern und Halbgöttern stattfinden. Das Buch, besser, die Reihe, ist eine meiner Lieblingsreihen.
MR schreibt am 06.03.11, 11:23
Den beiden vorigen Rezensionen kann ich keinesfalls zustimmen. Ich habe das Buch vor ca. zwei Jahren gelesen und mir sofort den zweiten und dritten Band gekauft, da ich dieses Werk als äußerst interessant empfand, da es nicht ganz so trivial verfasst ist, wie das bei vielen anderen Vertretern dieses Genres zu beobachten ist. Dass der Autor hier den die Gedanken des Lesers ein wenig fordert, wirkte eher angenehm auf mich und von dem erwähnten Chaos konnte ich nichts spüren.
Alles in Allem kann ich dieses Buch sowie die nachfolgenden Romane nur empfehlen.

