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Kommende Buchkritiken
Closer
397
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Autor
Donn Cortez
Genre Thriller
Verlag Knaur. ISBN 978-3-426-63703-6 Übersetzung Friedrich Pflüger Erscheinungsdatum (D) September 2008 Erschienen 2004 Seiten 400 |
Inhalt
Was muss passieren, damit man sein Leben von Grund auf ändert? Ganz einfach: Man muss einfach seine gesamte Familie genommen bekommen – und das Ganze auf besonders bestialische Weise. Man bricht menschlich ein und ist gezwungen, sich neu zu formieren.
So erging es dem Künstler Jack. Für ihn hat seit dem brutalen Mord an seiner Familie nur noch eines Sinn: Gerechtigkeit. Also hat er sich ein neues Ziel gesetzt: Serienkiller finden, die Ablageplätze ihrer Opfer herausbekommen und anschließend den Killer umbringen. Doch: Wie lange dauert es, bis man selbst zur Bestie wird? Als Jack nach langer und harter Arbeit auf den Patron trifft, steht er vor seinem Schicksal, denn der Patron ist der Mörder seiner Familie…
Buchkritik von Thomas Ays
Es ist schon fast beängstigend, wie Autor Donn Cortez in die Gedanken und Gefühle seiner vielen Killer schlüpft. In „Closer“ setzt sich Cortez nicht nur mit einem, sondern einem ganzen Rudel solch kranker Individuen auseinander. Da wird es einem als Leser manchmal wirklich anders. Der Aufkleber „Nichts für schwache Nerven!“, der auf dem Cover prangt und sonst nur als leere Phrase dient, verspricht in diesem Fall ausnahmsweise nicht zuviel. Tatsächlich ist es aber ab und an einfach genau das: zuviel. Oft erliegt man dem Verlangen, das Buch, so spannend es auch sein mag, zur Seite legen zu müssen, um nicht zu sehr mit den kranken Typen des Buches zu verschmelzen. Authentizität gut und schön, aber oft geht „Closer“ den finalen und schlimmen Schritt zu weit.
Nichtsdestotrotz hat Donn Cortez dennoch einen echten Psychothriller abgeliefert, der einem so schnell nicht wieder aus dem Hirn gehen will und wird. Wer solche Bücher dieses Genres mag, wird mit „Closer“ befriedigt werden – auch wenn er einem ab und an wirklich zu viel Angst macht.
Wissenswertes
Donn Cortez ist das Pseudonym des kanadischen Schriftstellers Don DeBrandt.
