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Kommende Buchkritiken
In Gottes Namen
Eye Of The Beholder
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Autor
David Ellis
Genre Thriller
Verlag Heyne ISBN 978-3-453-40555-4 Übersetzung Alexander Wagner Erscheinungsdatum (D) Juni 2008 Erschienen 2007 Seiten 543 |
Inhalt
Im Jahr 1989 erschüttert ein Aufsehen erregender Mordfall die Öffentlichkeit: Im Auditorium des Mansbury College Campus werden sechs grausam verstümmelte Frauenleichen aufgefunden. Unter ihnen befindet sich Cassandra Bentley, die Tochter einer höchst einflussreichen und mit Reichtum gesegneten Familie. Schon kurz nach dem Leichenfund kann der psychisch kranke ehemalige Hausmeister der Universität, Terry Burgos, dingfest gemacht werden. Offensichtlich tötete er seine Opfer nach den Strophen eines auf Bibelstellen basierenden, äußerst gewalttätigen Songtextes. Der junge Staatsanwalt Paul Riley steht noch ganz am Anfang seiner Laufbahn, ist äußerst ehrgeizig und fordert die Todesstrafe für Burgos, der alle Morde bereitwillig gesteht.
Fünfzehn Jahre später scheint es fast so, als wäre Burgos wieder von den Toten auferstanden – es kommt zu ganz ähnlichen Mordfällen, die dieselbe Handschrift tragen. Paul Riley, inzwischen selbständiger Anwalt, muss zu seinem Entsetzen erkennen, dass diese Morde zur zweiten Strophe des Songtextes passen, nach dem einst Terry Burgos mordete. Dann wendet sich der Mörder mit seltsamen, kryptischen Botschaften direkt an Paul, der mit seiner Anwaltsfirma mittlerweile den Vater des damaligen Mordopfers Cassandra vertritt.
Buchkritik von Stefanie Rufle
David Ellis versteht es, seine Leser bis zum Schluss im Ungewissen zu lassen. Die Handlung, die am Anfang noch völlig eindimensional wirkt, wird immer verschlungener – und manchmal leider auch sehr verwirrend. Allein schon die Namensähnlichkeit der beiden Mordopfer und Freundinnen Cassie und Ellie sorgt für manche Verwirrung und lässt einen immer wieder stirnrunzelnd zurückblättern. Auch der ständige Wechsel der Erzählform trägt nicht gerade dazu bei, den Leser fließend in die Handlung hineinzuziehen.
So kommt es, dass eine an sich spannende und raffiniert ausgeklügelte Geschichte doch nicht restlos zu fesseln vermag. Auch der etwas flapsige und alles andere als elegante Erzählstil des Autors wirkt manchmal doch etwas holprig – was aber auch durchaus an der Übersetzung liegen mag. Gegen Ende schleicht sich dann auch noch ein grober inhaltlicher Fehler ein, der dem Lesevergnügen nicht unbedingt zuträglich ist. Alles in allem ist „In Gottes Namen“ ein spannender und packender Thriller, bei dem man über die eine oder andere Schwäche gnädig hinwegsehen muss.
