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Kommende Buchkritiken
Teuflisches Genie
Evil Genius
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Autor
Catherine Jinks
Genre Jugendbuch
Verlag Knaur ISBN 978-3-426-50041-5 Übersetzung Bernhard Kempen, Jakob Schmidt Erscheinungsdatum (D) Juni 2008 Erschienen 2008 Seiten 560 |
Inhalt
Cadel ist ein wahres Wunderkind. Mit sieben Jahren hackt er sich erstmals in Computernetzwerke, legt ganze Städte lahm und entwickelt teuflische Fantasien, mit denen er nicht nur seine Eltern, sondern auch seine Lehrer und Mitschüler schier in den Wahnsinn treibt. Als er vierzehn Jahre alt ist, lernt er endlich Thaddeaus Roth kennen, der Cadels wahre Natur erkennt und ihn auf das AXIS-Institut schickt. Der Stundenplan dort sieht mit Fächern wie Spionage, Sabotage und Giftmord etwas seltsam aus, ist für den hochintelligenten Cadel jedoch genau das Richtige. Im AXIS-Institut fühlt er sich pudelwohl und treibt es dort, zusammen mit seinen Mitschülern, kunterbunt. Doch nach und nach passieren immer seltsamere Dinge auf dem Campus und Cadel gerät ins Zweifeln, ob er an einem solch schrägen Ort wie dem AXIS-Institut wirklich richtig aufgehoben ist.
Buchkritik von Kathrin Lang
Eine ziemlich wilde Fantasie hat die Autorin Catherine Jinks mit „Teuflisches Genie“, dem Auftakt zu einer Trilogie rund um den Jungen Cadel, allemal unter Beweis gestellt. Verrücktgewordene Kinder die Amok laufen stehen hier ebenso auf der Tagesordnung, wie überhebliche und gierige Erwachsene. „Wie grausam!“, könnte man meinen. Doch weit gefehlt, ist Jinks „Teuflisches Genie“ im Grunde doch ein sehr augenzwinkerndes Buch, über das man, wenn man nicht jeden Satz für bare Münze nimmt, viel lachen kann. Amüsant entwirft sie Charaktere die vollkommen abnormal sind, aber immer wieder für tolle Unterhaltung sorgen. Warum auch nicht einen Jungen in seine Geschichte integrieren, der so dermaßen stinkt, dass er nur in einem Astronautenanzug unter Menschen gehen kann? Oder warum nicht über einen Jungen schreiben, der sich allerhand Chemikalien spritzt, um eines Tages ein Vampir zu werden? Wenn es passt, dann passt es - und bei Catherine Jinks passt es definitiv. Neben diesen überaus lustigen Elementen geht es in „Teuflisches Genie“ jedoch auch nicht selten heiß her und richtig ernst zur Sache. Für Spannung hat Jinks nämlich ebenso gesorgt wie für lockerleichte Unterhaltung. Zwar ist es für den mathefernen Leser manchmal etwas schwierig, diversen Berechnungen und Formeln zu folgen, doch letztendlich ergibt diese Geschichte auch ohne großes Matheverständnis einen schlüssigen Sinn. Hätte man die Einführung etwas knapper gehalten und wäre etwas früher richtig in Fahrt gekommen, dann wäre „Teuflisches Genie“ ein rundum gelungenes Jugendbuch geworden. So jedoch muss es diesen kleinen, aber feinen Schönheitsfehler hinnehmen. Durchhalten und durch die ersten Kapitel durchkämpfen lohnt sich jedoch: Es wird richtig spannend!
Wissenswertes
Diese Reihe umfasst folgende Bände:
Teuflisches Genie
Teuflisches Team
Teuflischer Held
Interview mit Catherine Jinks zu "Teuflisches Genie".
