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Kommende Buchkritiken
Das Spiel des Puppenkönigs
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Autor
Wolf Serno
Genre Historischer Roman
Verlag Droemer ISBN 3-426-19748-0 Erscheinungsdatum (D) Mai 2008 Seiten 496 |
Inhalt
Als Julius Klingenthal nach einer Audienz bei Friedrich dem Großen Schloss Sanssouci verlässt, kommt ihm urplötzlich ein Mann entgegengestolpert, unkontrolliert zuckend. Kurze Zeit später ist er tot. Diese seltsame Art zu Sterben kann Klingenthal sich nicht erklären. Er flieht aus Angst, für den Tod des Mannes verantwortlich gemacht zu werden und nimmt sich vor, Potsdam nie wieder zu betreten.
Ein Jahr später jedoch, als er erfährt, dass seine ehemalige Geliebte Alena sich in Potsdam aufhält, kehrt er zurück. Er will sie unbedingt wieder sehen. Alena hat eine Anstellung bei Madame de Chattemont gefunden, einer reichen Dame, die regelmäßige Zirkel des Colegium Artis veranstaltet. Das Colegium besteht aus einer Gesellschaft wohlhabender Herren, die sich den Künsten und Wissenschaften verschrieben haben. Als mehrere dieser Männer unter ebenso seltsamen Umständen zu Tode kommen wie der Mann aus Sanssouci, beginnt Klingenthal an Mord zu denken. Alle standen in Kontakt mit König Friedrich dem Großen und alle trugen gelbe Handschuhe, die nicht recht zu ihrem Erscheinungsbild und ihrem Stand passen wollen. Was steckt dahinter? Um das zu klären, beginnt der Bauchredner eigene Nachforschungen anzustellen und setzt sich damit erneut der Gefahr aus, eines Verbrechens schuldig gemacht zu werden…
Buchkritik von Karolin Kullmann
Es wäre wohl besser gewesen, hätte Wolf Serno es bei einem Teil über seinen berüchtigten Puppenkönig belassen. Die Abenteuer des Bauchredners Klingenthal waren in sich geschlossen und äußerst lesenswert - ein voller Erfolg also. Nun ist er zurückgekehrt, und das weitaus schwächer als zuvor. In gewohnter Manier verfasst, hapert es in diesem Roman trotzdem an allen Ecken und Enden. Von Anfang an wartet man auf die kribbelnde Spannung, die sich jedoch bis zum Ende nicht einstellen will. Die Mordbegründungen sind für viel zu abstrus und weit hergeholt - Wolf Serno schafft es einfach nicht, die passende Krimiatmosphäre zu schaffen. Obendrein ist hier das passiert, was in einem Krimi nie geschehen darf: Viel zu früh ist klar, wer der Mörder ist. Einzig der Puppenspieler und die Figur Friedrichs des Großen vermögen es, der Geschichte etwas Lebendigkeit einzuhauchen, holen damit noch einige Pluspunkte. Trotzdem können auch diese beiden nicht verhehlen, dass “Das Spiel des Puppenkönigs” kein erfolgreicher Roman ist und es auch nicht werden wird, denn an die Qualität des ersten Teils reicht er bei weitem nicht heran.
Wissenswertes
"Das Spiel des Puppenkönigs" ist der zweite Teil um das Leben das Bauchredners Julius Klingenthal.
Band 1:
Der Puppenkönig
