Grüne Insel - Die schönsten Geschichten aus Irland

Grüne Insel - Die schönsten Geschichten aus Irland

Autor verschiedene Genre Kurzgeschichten
Verlag Diogenes
ISBN 978-3-257-06649-4
Übersetzung Elisabeth Schnack Erscheinungsdatum (D) 2008   
Erschienen 2008  Seiten 268

Inhalt

Daniel Keel und Daniel Kampa bieten in diesem Büchlein eine Auswahl von Kurzgeschichten der berühmten irischen Autoren Frank O´Connor, Liam O´Flaherty und Sean O´Faolain.

„Und Freitags Fisch“ von Frank O´Connor etwa erzählt von einem Mann, der für seine in den Wehen liegende Ehefrau den Arzt holen soll, das dann über dem einen oder anderen hochprozentigen Getränk mit Freunden wieder vergisst. In „Die rote Barbara“ schildert uns Liam O´Flaherty das Schicksal einer Witwe, die wieder heiratet, ihrem neuen Ehemann aber nie so richtig nahe kommt – was vor allem für ihn fatale Folgen hat. Sean O´Faolain erzählt in „Gottlos leben und beinah sterben“ von einem Mann, der sich große Sorgen um seine Vermieterin macht, die augenscheinlich im Sterben liegt. Doch der Schein trügt ganz offensichtlich, was die beiden einander näher bringt, als sie das je vermutet hätten.

Im Anschluss an die insgesamt sieben Geschichten erzählt Elisabeth Schnack, die auch für die Übersetzung verantwortlich ist, unter der Überschrift „Die drei O´s“ aus dem Leben der berühmten irischen Schriftsteller Frank O´Connor, Liam O´Flaherty und Sean O´Faolain.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs Irland, die grüne Insel, und seine Bewohner, ein melancholisches Volk, das aber vor Humor nur so strotzt – all das kann man beim Lesen dieser liebenswerten Kurzgeschichten förmlich sehen, spüren und riechen.

Die drei legendären irischen Schriftsteller erzählen von ihrem Volk und von einer Zeit, die voller Entbehrungen und Not war. Und doch spiegelt sich hier eine lebensbejahende und unverbrüchliche Fröhlichkeit wider, die den Iren zu Eigen zu sein scheint. Obskur, komisch, manchmal traurig sind diese Geschichten, die augenzwinkernd auch immer die sozialen Missstände der damaligen Zeit anprangern. Hier darf viel gelacht werden und das trotz oder gerade wegen der allzu menschlichen Eigenarten, auf die man bei der Lektüre trifft. Für all jene, die sich mit der irischen Geschichte nicht so gut auskennen empfiehlt es sich, zu Beginn den Anhang mit der Kurzbiographie der drei Autoren zu lesen – hierbei erklärt sich manches…

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