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Kommende Buchkritiken
Rotes Meer
Vänaste land
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Autor
Ake Edwardson
Genre Krimi
Verlag Ullstein ISBN 978-3-550-08711-0 Übersetzung Angelika Kutsch Erscheinungsdatum (D) Februar 2008 Erschienen 2006 Seiten 363 |
Inhalt
Kaum hat Kriminalkommissar Erik Winter seinen Dienst wieder angetreten, wird er schon mit einem besonders blutigen und grausigen Fall konfrontiert: Ein Taxifahrer hat die Leichen von drei Männern in einem kleinen Laden entdeckt. Jimmy Foro, der Besitzer des Ladens und seine beiden kurdischen Mitarbeiter liegen in einer unvorstellbar großen Blutlache, ihre Gesichter sind schlicht nicht mehr vorhanden.
Alles sieht nach einem Mord aus Rache aus. Doch wofür wurden diese drei Männer so grausam bestraft? Winter tappt zunächst einmal völlig im Dunkeln und kommt zudem keinen Schritt weiter auf der Suche nach einem möglichen Zeugen. Der Taxifahrer glaubt, leichte Schritte am Tatort gehört zu haben, die wie die eines Kindes klangen, und immer wieder erhascht Winter während der Ermittlungen einen Blick auf einen kleinen Jungen auf einem Fahrrad. Doch dieser ist für den Kommissar einfach nicht zu fassen und auch von den anderen Befragten schlägt ihm hauptsächlich Misstrauen entgegen. Langsam wird Winter klar, dass er es hier mit einer Parallelgesellschaft zu tun hat, mit Menschen, die nirgendwo wirklich dazugehören. Als ein weiterer Mord geschieht, wird Winters fieberhafte Suche nach dem kleinen Jungen immer dringlicher, scheinen hier doch alle Fäden zusammen zu laufen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
So einzigartig wie Ake Edwardson kann kein anderer erzählen! Obwohl hier grausige Dinge geschehen und man in die Abgründe des menschlichen Daseins blickt, bedient sich der schwedische Autor einer fast schon poetischen Sprache, die voll von wunderschönen Bildern ist. Wieder einmal ist es Edwardson gelungen, die vordergründige Kriminalgeschichte einfühlsam mit der Schilderung seines Landes zu verknüpfen. Der Leser bekommt einen Einblick in das Schweden der heutigen Zeit, in die finsteren Bereiche eines Landes, das wir vornehmlich als farbenfrohes, fröhliches Schweden einer Astrid Lindgren kennen. Edwardsons Hauptfigur, Kommissar Erik Winter, gehört in dieses Land, liebt es mit all seinen Abgründen und verzweifelt doch auch manchmal an all dem kriminellen Unrat, über den er allerorten stolpert.
Winter ist ein Held, wie wir ihn uns wünschen: kantig, menschlich und trotz seines Berufes noch voller Träume. An ihm wird die erzählerische Kraft des Autors deutlich, hier zeigt Edwardson, wie punktgenau es ihm gelingt, mit seinen Worten Personen und Situationen zum Leben zu erwecken. „Rotes Meer“ ist ein grandios erzählter Kriminalroman, bei dem weniger die Spannung, als vielmehr die erzählerische Dichte im Vordergrund steht.
Wissenswertes
Die Kommissar Winter-Reihe umfasst folgende Bände:
Tanz mit dem Engel
Die Schattenfrau
Das vertauschte Gesicht
In alle Ewigkeit
Der Himmel auf Erden
Segel aus Stein
Zimmer Nr. 10
Rotes Meer
Toter Mann
Der letzte Winter
