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Kommende Buchkritiken
Göttin der Wüste
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Autor
Kai Meyer
Genre Fantasy
Verlag Bastei Lübbe ISBN 978-3-404-15796-9 Erscheinungsdatum (D) 1999 Seiten 443 |
Inhalt
Cendrine Muck hat in Bremen gerade ihre Ausbildung als Gouvernante abgeschlossen und ist nun auf der Suche nach einer Anstellung. 1903 bricht die junge Frau nach Südwestafrika auf, um ihre Arbeit bei der wohlhabenden Familie Kaskaden zu beginnen. Verläuft zu Beginn noch alles so, wie Cendrine es sich vorgestellt hatte, findet ihr Leben bald schon nicht mehr in geregelten Bahnen statt. Alles andere als sicher fühlt sich die junge Frau, als sie Visionen von grausamen Morden durchlebt und mitten in der Nacht ein Fremder an ihrem Bett auftaucht, obwohl ihre Zimmertür bewacht und fest verschlossen war. Was also ist mit ihr geschehen? Ist Cendrine verrückt geworden oder besitzt sie tatsächlich übernatürliche Kräfte, wie einige ihr zuschreiben?
Buchkritik von Karolin Kullmann
Biblische Themen scheinen es Kai Meyer angetan zu haben, denn auch in diesem Buch widmet er sich eben jenen, kreiert um die Legende über Kain und die von ihm erbaute Stadt Henoch eine fantastische Geschichte, die mit mythologischen Motiven spielt. Doch ebenso vage wie die Bibel selbst bleibt auch Meyers Roman. Noch zu Beginn verspricht er, spannende Unterhaltung zu bieten, lassen die unheimlichen Geschehnisse um Cendrine den Leser doch völlig im Dunkeln tappen und regen zu endlosen Grübeleien an. Aber als der Nebel um die Geheimnisse sich endlich zu lichten beginnt, schafft Meyer es einfach nicht, diese gewisse kribbelnde Spannung zu erzeugen. Die Form von übersinnlichen Kräften, die er hier heraufbeschwört, fängt schon bald an zu ermüden, lässt bei jeder neuen Seite auf mitreißende Ereignisse hoffen. Aber die Hoffnungen sind vergebens und enttäuschen am Ende die Erwartungen des Lesers. So bleibt “Die Göttin der Wüste” ein Roman, der durch einen starken Beginn punktet, aber dann immer weiter nachlässt und keine von Meyers Glanzleistungen darstellt.
